Investor für Zentrumsbauten fehlt

Zwei neue Gebäude im Dorf Grub sollen ein einladendes Zentrum bilden, Wohn- und Gewerberaum sowie der Gemeindeverwaltung zeitgemässe Räumlichkeiten bieten. Das Vorprojekt steht schon seit November 2012.

Monika Egli
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Die im kommenden Frühling zurücktretende Gemeindepräsidentin Erika Streuli zeigt, wo das Modell (unten) verwirklicht werden soll. (Bild: eg)

Die im kommenden Frühling zurücktretende Gemeindepräsidentin Erika Streuli zeigt, wo das Modell (unten) verwirklicht werden soll. (Bild: eg)

GRUB. Im November 2012 stand den beiden Neubauten im Dorfzentrum von Grub so gut wie nichts mehr im Wege: An einer Versammlung konnte Architekt Bruno Bottlang das Vorprojekt präsentieren und ankündigen, dass man einen Investor an der Hand habe. Der Verkauf des Projekts an diesen Investor sollte im Oktober 2013, nach dem Bewilligungsverfahren, über die Bühne gehen. Die Situation hat sich in der Zwischenzeit aber verändert, weil der Investor aus privaten Gründen einem anderen Bauprojekt den Vorzug gab und ein neuer bisher nicht gefunden werden konnte.

«Wir sind im Gespräch»

Im Rahmen des Regierungsprogramms 2012–2015 hat der Kanton in einer ersten Tranche 20 000 Franken an die Entwicklungs- und Planungskosten des Projekts Zentrum Grub gesprochen. Dölf Biasotto, zuständiger Projektleiter für den Bereich «Bauen und Wohnen», ist vom Vorhaben nach wie vor überzeugt: «Es ist ein gutes, schönes und wirtschaftliches Zentrumsprojekt. Aber einen Investor für die Gemeinde Grub zu finden, ist eine Herausforderung.»

Auch Gemeindepräsidentin Erika Streuli ist weiterhin an der Überbauung interessiert und hofft, bald einen Bauherrn zu haben. «Wir sind im Gespräch mit einem Investor, aber noch nicht so weit, schon Namen nennen zu können.» Die Neubauten sollen ein eigentliches Dorfzentrum bilden, zudem soll die Gemeindeverwaltung einziehen, wenn das Volk dem Erwerb des Stockwerkeigentums zustimmt. Im Gegensatz zu früheren Absichten will man aber nicht mehr ein Erdgeschoss und einen Teil eines Obergeschosses beanspruchen, sondern das ganze Erdgeschoss im östlichen Haus.

Abstimmung nötig

Bei den beiden Häusern, die der Überbauung weichen müssten, handelt es sich um das alte Postgebäude, das im Eigentum der Gemeinde und der Bischof Bau AG ist, sowie um die alte Liegenschaft daneben, die der Bischof Bau AG gehört. Geplant sind an deren Stelle zwei Häuser mit je vier Wohnungen, im westlichen Gebäude mit Möglichkeiten für ein Geschäft, ein Café, eine Praxis oder ähnliches. Auch eine Tiefgarage ist vorgesehen.

Sobald das Vorhaben konkret wird, wenn also ein Investor gefunden ist, müsste über das Stockwerkeigentum eine Abstimmung erfolgen und das Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden. Den möglichen Umzug in neue Verwaltungsräume wird Erika Streuli allerdings nicht mehr als Gemeindepräsidentin miterleben: Sie wird 2015 nicht mehr zur Wahl antreten.

Anstelle des einstigen Postgebäudes und des alten Hauses rechts (oben) sind diese zwei Häuser geplant. (Bild: Visualisierung: pd)

Anstelle des einstigen Postgebäudes und des alten Hauses rechts (oben) sind diese zwei Häuser geplant. (Bild: Visualisierung: pd)

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