Investitionen werden erhöht

Der Mosnanger Gemeinderat hat sich mit den Finanzen beschäftigt. Bereits im Sommer wurde die Erhöhung der Abwassergebühren beschlossen. Nun liegt der Voranschlag 2013 vor. Dieser sieht eine ausgeglichene Rechnung vor.

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MOSNANG. Der Gemeinderat hat den Voranschlag für das Jahr 2013 zuhanden der Bürgerversammlung vom 21. November genehmigt. Mit Einnahmen und Ausgaben von je 17,72 Millionen Franken wird eine ausgeglichene Rechnung vorgelegt.

Steuerfuss bleibt gleich

Die vorgesehenen Nettoinvestitionen belaufen sich auf 3,23 Millionen Franken. Davon können 595 000 Franken Sonderrechnungen belastet werden, zulasten des Abschreibungsplans gehen 2,69 Millionen Franken. An ordentlichen Abschreibungen sind im Jahr 2013 1,73 Millionen Franken vorgesehen. Somit nehmen die Nettoinvestitionen um 959 000 Franken zu. Die Grundsteuern bleiben unverändert bei 0.50 Promille, die Gemeindesteuern unverändert bei 145 Prozent.

Ungewisser Finanzausgleich

Der Finanzplan für die folgenden fünf Jahre geht von unveränderten Steuerfüssen und ausgeglichenen Rechnungen aus. Im Jahr 2013 muss mit einer Revision des kantonalen Finanzausgleichsgesetzes gerechnet werden. Der Finanzplan der Gemeinde Mosnang für die folgenden Jahre ab 2014 muss dann aufgrund von allenfalls geänderten gesetzlichen Bestimmungen neu erarbeitet werden.

Höhere Abwassergebühr

Der Gemeinderat hat bereits im Juli eine Erhöhung der Abwassergebühren ab 1. Januar 2013 beschlossen. Die entsprechende Publikation erfolgte Mitte Juli in der Presse. Verschiedene Reaktionen veranlassen den Gemeinderat, die Überlegungen und Berechnungen, welche hinter dem Entscheid stehen, zum besseren Verständnis etwas detaillierter darzustellen (siehe Tabelle).

Bei der Überprüfung und Neufestsetzung der Abwassergebühr ging der Gemeinderat von folgenden Grundlagen aus: Der Wiederbeschaffungswert Abwasseranlagen (Kanäle, Pumpwerke usw.) beträgt 25 Millionen Franken mit einer Amortisationszeit (Durchschnittliche Lebensdauer) von 50 Jahre. Der Arbeitsaufwand durch das Bauamtspersonal wird auf 700 Stunden pro Jahr geschätzt. Dazu kommt ein Betriebskostenanteil ARA Bütschwil von 130 000 Franken pro Jahr. Das ergibt die in der Tabelle stehende Berechnung.

Reserveeinlage möglich

Der neue Tarif erlaubt eine jährliche Reserveeinlage von 247 000 Franken. Die Abwasserreserve wird intern verzinst. Diese Verzinsung der jährlich wachsenden Reserve wird die Unterdeckung mit der Zeit zu einem Teil auffangen. Ein Vergleich unter den Toggenburger Gemeinden zeigt, dass Mosnang mit dem neuen Tarif durchaus mithalten kann. Die Kosten für ein Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 200 Kubikmetern Wasser pro Jahr kostete bisher 350 Franken, neu sind dies 500 Franken. Im Durchschnitt der anderen Gemeinden der Region Toggenburg belaufen sich die Kosten auf 560 Franken.

Aufwand, Ertrag und Reservestellung der Abwasserrechnung und damit indirekt auch die Höhe der Abwassergebühren sind Teil des Voranschlages 2013. (gem)