Interreligiöses Wirken in Frieden ist möglich

Eindrücke aus der Austauschgruppe interreligiöser Dialog Toggenburg zum Besuch im «Haus der Religionen – interreligiöser Dialog» am Europaplatz in Bern.

Nicole Stadler Integrationsbeauftragte, Fachstelle Integration Toggenburg
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Das «Haus der Religionen – interreligiöser Dialog» liegt am Europaplatz in Bern. (Bild: PD)

Das «Haus der Religionen – interreligiöser Dialog» liegt am Europaplatz in Bern. (Bild: PD)

Eindrücke aus der Austauschgruppe interreligiöser Dialog Toggenburg zum Besuch im «Haus der Religionen – interreligiöser Dialog» am Europaplatz in Bern.

Die Führung am 17. September wurde von Willi Stammherr organisiert, er ist aktiver Freiwilliger dieser Arbeitsgruppe. Das Erste, was auffällt, wenn man das Gebäude erblickt, sind die Gegensätze – moderne Architektur und farbenfrohe Statuen aus der Hindu-Tradition. Die dreissig Teilnehmenden werden von Ursula Ecclesia durch das Haus geführt. 2002 gründete man im Quartier West, den Verein «Haus der Religionen – Dialog der Kulturen». Von der Idee bis zur Realisation vergingen vierzehn Jahre. Unterdessen sind fünf Gemeinschaften unter einem Dach und acht am Dialog der Kulturen aktiv beteiligt. Dies sind: Buddhismus, Islam, Aleviten, Christen – mit einer Kirche für alle Konfessionen und Hindus. Es sollte kein Museum sein, sondern lebendige, religiöse und sakrale Räume, die von allen genutzt werden können. Wir werden durch die verschiedenen Räume geführt, die natürlich alle architektonisch sehr unterschiedlich sind und eingerichtet wurden. Im Hindu-Tempel wird gerade ein Fest gefeiert, wir ziehen unsere Schuhe aus und bestaunen die farbigen Götterstatuen. In der Moschee gibt uns der Teilnehmer vom Islamischen Kulturzentrum in Wattwil, aus unserer Gruppe, eine Einführung – nun ist er Fachmann und erklärt. Wir besuchen auch die buddhistische Gemeinschaft und den Raum der Aleviten, der ganz nüchtern eingerichtet ist. Ein rundum interessanter Besuch mit vielen Eindrücken und dem Beweis, dass interkulturelles und interreligiöses Zusammenwirken in Frieden, möglich ist.