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Job am Spital Heiden nicht angetreten: Die Beweggründe des Chefarztes bleiben im Dunkeln

Weil der neue Chefarzt am Spital Heiden kurzfristig abgesprungen ist, muss der Spitalverbund einen Nachfolger suchen. Dafür will man sich Zeit lassen.
Karin Erni
Am Spital Heiden gibt eine Personalie zu reden. (Bild: Ralph Ribi)

Am Spital Heiden gibt eine Personalie zu reden. (Bild: Ralph Ribi)

Der Fall des neuen Chefarztes für Innere Medizin, der an seinem ersten Arbeitstag nicht zur Arbeit im Spital Heiden erschien, wirft Fragen auf. Gemäss der Verwaltungsratspräsidentin des Ausserrhoder Spitalverbundes (Svar), Christiane Roth, handelt es sich bei Dirk Becker um einen erfahrenen Chefarzt, der zuletzt in Deutschland tätig war. Er könne die Stelle aus persönlichen, unvorhersehbaren Gründen nicht antreten, habe er dem Svar am 2. Oktober mitgeteilt. Näheres kann oder will man dazu auch einen Tag später nicht sagen.

Wenn ein Normalbürger nicht wie vereinbart an der Arbeitsstelle erscheint, hat das in der Regel finanzielle Konsequenzen für den Betreffenden. Ob das auch bei Dirk Becker der Fall ist, will Christiane Roth nicht sagen:

«Darüber geben wir keine Auskunft, da es sich um eine Angelegenheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer handelt.»

Im Vorfeld war bei dieser Zeitung auch keine Mitteilung über die Verpflichtung des neuen Arztes eingegangen. Dies sei nicht üblich, so Roth. «Wir informieren die Medien über die Neubesetzung von wichtigen Kaderstellen üblicherweise kurz vor oder kurz nach Stellenantritt.» Spitalintern, innerhalb der Ausserrhoder Ärztegesellschaft und auch bei den zuweisenden Hausärzten sei die Anstellung von Dirk Becker dagegen frühzeitig bekannt gegeben worden.

Drei Ärzte springen notfallmässig ein

Der jetzige Chefarzt, Renato Waldburger, wird noch bis Ende Jahr im Amt sein, dann wird er pensioniert. Beim Svar geht man nicht davon aus, in diesen zweieinhalb Monaten einen Nachfolger zu finden. Es sei wichtiger, eine fachlich kompetente aber auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise der Sozialkompetenz, passende Person einzustellen, so Christiane Roth. «Wir sind verpflichtet, der Bevölkerung in unserem Einzugsgebiet das bestmögliche Angebot bereitzustellen. Für das Auswahlverfahren nehmen wir uns somit die notwendige Zeit und prüfen dabei unterschiedliche Lösungen.» Man werde sich auch für das kommende Jahr so organisieren, dass die Betreuung der Patientinnen und Patienten jederzeit in hoher Qualität sichergestellt sei, so Roth weiter.

Mit Othmar Kehl und Ueli Zellweger springen interimistisch zwei Ärzte ein, die eigene Praxen haben. Dies stellt für den Svar kein Problem dar. «Nebst den genannten Ärzten, dürfen wir in der Gastroenterologie auch weiterhin auf die Unterstützung von Janek Binek zählen.» Losgelöst von der aktuellen, überraschenden Entwicklung, hätten sowohl Othmar Kehl, als auch Janek Binek geplant, bis im Frühjahr 2019 für den Svar tätig zu bleiben.

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