Interessen abklären

Die Gemeinde Urnäsch trifft erste Massnahmen zur Umsetzung von Artikel 56 des Baugesetzes.

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URNÄSCH. Aus Artikel 56 des kantonalen Baugesetzes ergibt sich für Grundeigentümer die Verpflichtung, ein Grundstück in der Bauzone innert zehn Jahren nach der Einzonung zu überbauen. Unterbleibt dies, so gilt das Grundstück gemäss Wortlaut des Artikels ohne Entschädigungsfolgen als ausgezont. Die 10-Jahres-Frist für bereits eingezontes Bauland begann mit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2004 zu laufen. Demnach sind am 1. Januar 2014 erstmals Grundstücke von dieser Regelung betroffen, wie die Gemeindekanzlei Urnäsch mitteilt.

Fristverlängerung möglich

Von der Auszonung betroffen und somit Handlungsbedarf besteht bei den «nicht weitgehend überbauten Gebieten in der Bauzone». Im Gegensatz dazu ist das «weitgehend überbaute Gebiet» von dieser Umsetzung nicht betroffen. Gemäss vorgenommener Abgrenzung dieser beiden Bereiche sind die Gebiete Engelhalde, Widen, Bad, Tal, Oberes Moos und Schwantelen von der entschädigungslosen Auszonung betroffen. Die Gemeinde wird die entsprechenden Grundeigentümer kontaktieren um die Interessen zu klären und die erforderlichen Massnahmen einzuleiten. In begründeten Fällen kann der Gemeinderat beim Kanton ein Gesuch um Fristverlängerung stellen. Die Feststellung von Auszonungen wird durch den Gemeinderat – mit Rekursmöglichkeit an das Departement Bau und Umwelt – verfügt.

Gemeinsam aktiv

Die Folgen der Umsetzung von Artikel 56 Baugesetz sind sowohl für den betroffenen Grundeigentümer als auch für die Gemeinde von grosser Bedeutung. Insbesondere besteht dadurch die Chance, gemeinsam die künftige Siedlungsentwicklung in Urnäsch aktiv zu steuern. Das Departement Bau und Umwelt hat ein Fachkonzept für die Umsetzung und den Praxisvollzug erarbeitet und empfiehlt den Gemeinden, Artikel 56 Baugesetz gemäss dem Fachkonzept anzuwenden. (gk)

Das Fachkonzept ist per sofort auf der Homepage www.urnaesch.ch aufgeschaltet und kann gedruckt auf der Gemeindekanzlei bezogen werden.

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