Interesse schafft Anteilnahme

Wie ist es gekommen, dass Sie sich gerade für dieses Projekt einsetzten?

Drucken
Teilen
Enzo Fuschini Tierarzt und Entwicklungspromotor, Ganterschwil (Bild: alttoggenburger)

Enzo Fuschini Tierarzt und Entwicklungspromotor, Ganterschwil (Bild: alttoggenburger)

Wie ist es gekommen, dass Sie sich gerade für dieses Projekt einsetzten?

Ich habe Somaliland 199 und 93 kennengelernt, als ich dort mehrere Monate für das IKRK gearbeitet habe. Als Hadia Medical Swiss die Entscheidung fällte, das Spital in Gabiley zu unterstützen, hat es mich gereizt, nach Somaliland zurückzukehren, und ich habe mich entschlossen, einen aktiven Beitrag zu leisten.

Was ist in Ihren Augen wirkungsvolle oder mit dem Modewort «nachhaltige» Entwicklungszusammenarbeit?

Nachhaltig ist Entwicklungszusammenarbeit dann, wenn man mit den Beteiligten vor Ort die Projekte entwickelt. Ob ein Projekt nachhaltig ist, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem natürlich auch von der politischen Stabilität im Land. Sehr wichtig sind dann aber auch die beteiligten Einheimischen. Praktisch alle Angestellten des Spitals sind aus Gabiley, sie haben also ein sehr grosses Interesse, IHR Spital weiterzuentwickeln. Vermutlich ist dies der entscheidende Faktor, ob dieses Spital sich weiterentwickelt.

Tut die Schweiz «genug» für die Entwicklungshilfe oder ist da noch vermehrt Handlungsbedarf?

Aus meiner Sicht müsste viel mehr getan werden. Die Flüchtlingsströme deuten an, dass es den Leuten schlecht geht und sie eine beschwerliche und gefährliche Reise zu uns wagen. Mit wenig Geld kann man in Afrika viel erreichen, wenn man die Initiative der Leute vor Ort unterstützt, damit sie in ihrem Land eine Perspektive für die Zukunft haben. Deshalb möchten wir uns auch in der Aus- und Fortbildung engagieren, und dies nicht nur im medizinischen Bereich. (pek)