Ins Berner Oberland ausgeflogen

Zu früher Morgenstunde versammelten sich 35 reiselustige Chormitglieder des Kirchenchors Bütschwil-Lütisburg zur Kirchenchorreise.

Adelheid Meile
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Die Chormitglieder geniessen die Fahrt in der Bahn. (Bild: pd)

Die Chormitglieder geniessen die Fahrt in der Bahn. (Bild: pd)

Zu früher Morgenstunde versammelten sich 35 reiselustige Chormitglieder des Kirchenchors Bütschwil-Lütisburg zur Kirchenchorreise.

Währenddem wir uns angeregt unterhielten, fuhr uns der Chauffeur Bruno Brander über Ricken und Sattel, dem Sarnersee entlang nach Giswil. Im Restaurant Zollhaus genossen wir den ersten Kaffee. Die Fahrt ging bei herrlichem Wetter weiter über den Brünig Richtung Brienz, wo wir in die vor 123 Jahren erbaute Zahnradbahn aufs Brienzer Rothorn (2350 Meter über Meer) wechselten. Mit einer ölbefeuerten Dampflokomotive wurden wir bergwärts gestossen. Im Bergrestaurant Kulm wurde uns ein feines und reichhaltiges Mittagessen serviert. Danach stiegen wir die knapp hundert Meter zum Aussichtspunkt, der höchsten Spitze des Rothorns, hinauf, von wo man einen wunderbaren Rundblick hatte. Beim Schwatzen und Singen verlief die Talfahrt sehr kurzweilig. Auch der Aufenthalt in Brienz verflog beim Flanieren am Ufer des Sees im Nu. Mit dem Bus ging es nach Interlaken. Dort bezogen wir im Hotel Goldey unsere Zimmer mit direktem Blick auf Aare und Jungfrau. Nachdem wir alle versammelt waren, machten wir uns auf den Weg ins Folklorerestaurant Spycher, wo wir gemeinsam mit Reisenden aus Indien die einmalige Gelegenheit geboten bekamen, während des Nachtessens unsere Schweizer Folklore wie Alphornspielen, Talerschwingen und Jodeln kennenzulernen. Danach sangen wir noch einige Lieder mit der spontanen Begleitung der Musiker. Zum Ausklang schlenderten wir in kleineren Gruppen durch die Einkaufsmeile Interlaken. Wir bewunderten, wie die Touristen aus aller Herren Ländern, die vielen Uhrengeschäfte. Frisch gestärkt nach dem Frühstück fuhren wir mit der nostalgischen Drahtseilbahn zu den mehrstufig herabrauschenden Reichenbachfällen hinauf. An einer bezeichneten Stelle soll, dem Roman nach, der berühmte Sherlock Holmes zu Tode gestürzt sein. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg zu Fuss zum Restaurant hatten wir einen wunderbaren Ausblick aufs Wandergebiet Meiringen-Hasliberg. Bei leicht bedecktem Wetter durchwanderten wir danach staunend die imposante Aareschlucht. Fast unglaublich, dass dieser aufgehängte Steg vor 125 Jahren gebaut wurde. Nach einem Essen in Innertkirchen traten wir die Heimfahrt über den kurvenreichen Sustenpass an. Zum Glück begann es erst zu tröpfeln, als wir alle im Car sassen. In Brunnen, wieder mit Sonnenschein, gab es eine kurze Pause. Danach machten wir uns auf das letzte Stück des Heimwegs, das singend mit der Handorgelbegleitung unseres Dirigenten Niklaus Schönenberger wie im Flug verging.