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Innerrhoder Werkbeitrag für Christian Hörler

Die Jury zeichnet den in Wald wohnhaften Künstler für sein Projekt «Die Säule» aus.
Wird am 30. November prämiert: Christian Hörler. (Bild:PD)

Wird am 30. November prämiert: Christian Hörler. (Bild:PD)

Seit 2000 vergibt die Innerrhoder Kunststiftung in unregelmässigen Abständen Werkbeiträge, um zeitgenössisches Kunstschaffen zu fördern. In diesem Jahr gehen die 10 000 Franken an Christian Hörler. Das gab die Stiftung am Freitag bekannt. Der in Meistersrüte aufgewachsene und heute in Wald wohnhafte Künstler (Jahrgang 1982) wird für sein Projekt «Die Säule» ausgezeichnet.

In seinem künstlerischen Schaffen setzt sich Hörler laut Medienmitteilung mit den Eigenschaften und der Formbarkeit verschiedener Materialien auseinander. Insbesondere Steine übten seit seiner Ausbildung zum Bildhauer eine grosse Faszination auf ihn aus.

Reise nach Armenien

2018 stellte Hörler für eine Kunstausstellung eine Mustersammlung von armenischen Tuffsteinen zusammen. In diesem Sommer besichtigte er mehrere Abbaugebiete vor Ort in der Region rund um Yerevan. Angeregt durch die Eindrücke möchte er gemäss Communiqué die Recherche fokussiert auf das Appenzellerland fortführen und stillgelegte Steinbrüche vor allem Sandstein-, Nagelfluh- und Kalktuffabbauorte ausfindig machen und dokumentieren. Zudem plant er, vor Ort Steinblöcke zu entnehmen, zu bearbeiten und als Stele im Steinbruch für einige Monate aufzustellen. Wie die Kunststiftung schreibt, vermesse Hörler die Welt nicht mit einem Meterstab, «sondern mit den Dimensionen seiner Kunstobjekte».

Mit dem Projekt «Die Säule» lenke Hörler die Aufmerksamkeit auf die Steinbrüche im Appenzellerland, setze Kunst als Wegweiser ein und lasse über die Verwendung von Baustoffen und den Umgang mit Natur und Ressourcen nachdenken. «Stillgelegte Steinbrüche sind ein Stück Geologie, Handwerks-, Bau- und Sozialgeschichte. Stelen dienen als Grabmal, als Grenzstein oder Informationstafel», so die Stiftung. Hörler bringt die beiden Dinge zusammen. Die Jury zeigte sich von der Sorgfalt im Umgang mit Material und Handwerk angetan. Das Vorhaben habe einen hohen Lokalbezug und setze sich auf überraschende Art und Weise mit Geschichte und Gegenwart des Appenzellerlandes auseinander. (pd)

Die Verleihung des Werkbeitrags an Christian Hörler findet am 30. November, um 16 Uhr, im kleinen Ratssaal in Appenzell statt.

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