Innerrhoder Staatsrechnung mit 700'000 Franken Überschuss

APPENZELL. Die Staatsrechnung 2014 von Appenzell Innerrhoden schliesst mit einem Überschuss von 700'000 Franken ab - knapp sechs Millionen Franken besser als budgetiert. Höhere Steuereinnahmen und Kostendisziplin bei der Verwaltung gaben den Ausschlag.

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Säckelmeister Thomas Rechsteiner (rechts) ist zufrieden mit der Staatsrechnung. (Bild: Keystone)

Säckelmeister Thomas Rechsteiner (rechts) ist zufrieden mit der Staatsrechnung. (Bild: Keystone)

Säckelmeister Thomas Rechsteiner sprach am Freitag von einem "erfreulichen und sonnigen Resultat". Hauptgrund dafür waren die Steuereinnahmen, die 8,75 Mio. Franken über dem Budget lagen. Die weggefallene Gewinnausschüttung der Nationalbank wurde dadurch mehr als kompensiert.

Innerrhoden profitierte davon, dass der Wirtschaftsgang besser war als erwartet, wie Rechsteiner sagte. Die Unternehmensgewinne seien stabil geblieben.

Zusätzliche Abschreibungen
Das Ergebnis von 2013 wurde allerdings nicht mehr ganz erreicht. Der gute Rechnungsabschluss 2014 mit einem Cash-flow von knapp zwölf Millionen liess ausserordentliche Abschreibungen von gut 10 Millionen zu. Ohne diese "Korrektur" wäre der Überschuss deutlich höher ausgefallen.

Bei Ausgaben von 158,1 Millionen Franken gaben die Mehrheit der Departemente weniger aus als budgetiert. Die Kosten für Gesundheit und Soziales lagen hingegen um 400'000 Franken über dem Voranschlag. Die Staatsangestellten erhielten 2014 keine Lohnerhöhungen.

Eigenkapital von 52,5 Millionen
Die betont vorsichtige Innerrhoder Haushaltspolitik zeigt sich darin, dass der Kanton sämtliche Anlagen des Verwaltungsvermögens auf Null abschrieb. Dazu wurden nicht mehr benötigte Rückstellungen aufgelöst. Innerrhoden ist schuldenfrei und verfügt über 52,5 Mio. Franken Eigenkapital.

Rechsteiner bezeichnete die Finanzlage denn auch als solide. Die Nettoinvestitionen von 8,1 Mio. Franken konnte der Kanton zu 247 Prozent aus selber erwirtschafteten Mitteln finanzieren.

Mit Blick in die Zukunft sprach der Säckelmeister von einem "von Unsicherheit geprägten Umfeld". So seien die künftigen Nationalbankgewinne oder mögliche Korrekturen beim Finanzausgleich schlecht abschätzbar. (sda)