Innerrhoder Regierung gegen Abschaffung der Pauschalbesteuerung

APPENZELL. Die Appenzell Innerrhoder Standeskommission empfiehlt für die eidgenössische Abstimmung vom 30. November ein Nein zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Mit einem Ja würde ein Beschluss der Landsgemeinde 2014 ausgehebelt.

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Laut einer Mitteilung des Kantons vom Mittwoch werden in Innerrhoden derzeit 21 Personen pauschal besteuert. Sie zahlen dem Kanton, den Bezirken und Gemeinden total rund 1,1 Millionen Franken Einkommens- und Vermögenssteuern. Das sind im Durchschnitt gut 52'000 Franken für jeden Pauschalbesteuerten.

Die Landsgemeinde vom vergangenen April beschloss, an der Pauschalbesteuerung festzuhalten. Gleichzeitig wurden aber die Ansätze auf mindestens 120'000 Franken angehoben. Mit der Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung würde dieser Beschluss ausgehebelt, schreibt die Standeskommission.

Auch die Ecopop-Initiative und die Gold-Initiative empfiehlt die Innerrhoder Regierung zur Ablehnung. Innerrhoden sei vom Ergebnis der Abstimmung vom 30. November in erhöhtem Mass betroffen, heisst es. Deshalb habe die Standeskommission beschlossen, eine Stimmempfehlung abzugeben. (sda)