Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Innerrhoder Naturverbund zieht ein ernüchterndes Fazit

Der Innerrhoder Naturverbund ist in Sorge über die Biodiversität im Kanton. Gemeinsame Lösungen werden gesucht.
Hans Neff, auf dessen Biohof die Delegiertenversammlung stattfand, erläutert die heimische Artenvielfalt. (Bild: PD)

Hans Neff, auf dessen Biohof die Delegiertenversammlung stattfand, erläutert die heimische Artenvielfalt. (Bild: PD)

Kürzlich trafen sich die Delegierten des Naturverbundes Appenzell Innerrhoden (NVAI) zur 19. Jahresversammlung in Zürchersmühle. Vorstandsmitglied Bruno Fässler analysierte gemäss einer Mitteilung die Situation der Biodiversität in Innerrhoden. Und laut diesem Schreiben scheint die Welt noch heil zu sein. Gewisse Arten wie Steinwild, Hirsch und Luchs haben sich nach deren Ausrottung sogar wieder angesiedelt. Andere wie das Auerhuhn oder der Feldhase sind oder waren vom Aussterben bedroht. Jedoch weiche die frühere Blumenpracht auf den Wiesen im weiten Land nach dem gelben Kleid der «Maienblumen» mindestens im Tal für den Rest des Jahres grüner Monokultur.

Nur noch kleine Restflächen oder Schutzgebiete würden vor der intensiven Bewirtschaftung verschont. Selbst in den Wohngebieten dominiere der perfekte Rasen, oft geschnitten durch Roboter. Statt Blumen und Gemüse machen sich mancherorts pflegeleichte, aber ökologisch weniger wertvolle Steingärten breit.

Das Fazit sei ernüchternd bis alarmierend, sind sich die Delegierten einig. Nur gemeinsam könne etwas Gegensteuer gegeben werden. Der Vorstand hat mit dem kantonalen Bauamt Gespräche geführt und verschiedene Anliegen unter anderem in Sachen Biodiversität vorgetragen. Eine kleine Fläche im Eigentum des Kantons wird neu als Pilotprojekt schonend bewirtschaftet. Auch soll auf Herbizideinsatz verzichtet werden. Verbesserungspotenzial wird auch bei den Gemeinden und Korporationen gesehen. Neben der Landwirtschaft und der Öffentlichkeit sind auch die Privaten mit ihren Freiräumen und Gärten gefordert.

Naturverbund wurde 1999 ins Leben gerufen

Zur Zeit gehören dem NVAI zehn Organisationen an, welche im Bereich von Natur und Umwelt tätig sind. Zweck des Zusammenschlusses sind die Vernetzung und der gegenseitige Austausch. Nötigenfalls sollen die Interessen bei Behörden und anderweitig gemeinsam vertreten werden. Der Naturverbund wurde im Jahre 1999 ins Leben gerufen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.