Innerrhoder Jagdverwaltung
erlegt Jungluchsin

Im Kanton Appenzell Innerrhoden ist eine Jungluchsin gesichtet worden. Aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeit musste das Tier getötet werden.

Jesko Calderara
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Seit rund einer Woche trafen bei der Jagdverwaltung des Kantons Appenzell Innerrhoden täglich neue Beobachtungsmeldungen eines Jungluchses ein. Das weibliche Jungtier wurde in Weissbad, Steinegg und im Dorfkern von Appenzell auf einem Schulhof gesichtet und konnte beim Versuch, in Kaninchen- und Hühnerställe einzudringen, mehrmals gefilmt werden, schreibt die Ratskanzlei in einer Medienmitteilung. Die Jagdverwaltung geht davon aus, dass es sich dabei um ein verwaistes Jungtier handelt. Nachdem das Tier schliesslich am Mittwoch um 15.30 Uhr stark abgemagert und apathisch in einem Quartier des Bezirks Schlatt-Haslen zuerst an einem Hundezwinger und dann mitten auf der Quartierstrasse auftauchte, wurde es gestützt auf Art. 8 des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel und dem Konzept Luchs Schweiz erlegt. Die junge Luchsin wurde gleichentags zur Untersuchung an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern überstellt.