Innerrhoden will die Steuern senken

APPENZELL. Im Kanton Appenzell Innerrhoden sollen die Steuern gesenkt werden: Die Kantonsregierung gibt eine Teilrevision des Steuergesetzes in die Vernehmlassung, wie sie am Dienstag mitteilte.

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Innerrhoden soll jährlich auf Steuergelder in der Höhe von 2,6 Mio. Franken verzichten. (Bild: Hannes Thalmann)

Innerrhoden soll jährlich auf Steuergelder in der Höhe von 2,6 Mio. Franken verzichten. (Bild: Hannes Thalmann)

Die Regierung (Standeskommission) will sich dem Steuerwettbewerb unter den Kantonen mit innovativen Massnahmen stellen, wie es im  Communiqué heisst. Auf Grund der ungewissen wirtschaftlichen Aussichten soll die Flexibilität verbessert und der Mittelstand wie auch die Familien sowie Unternehmen punktuell steuerlich entlastet werden.

Ausfall von 2,6 Mio. Franken
Die Standeskommission sieht ein Paket mit sechs Massnahmen vor, die einen Steuerausfall von jährlich 2,6 Mio. Franken nach sich zögen. Knapp die Hälfte ginge zu Lasten des Kantons, etwas mehr als die Hälfte zu Lasten der Bezirke sowie der Schul- und Kirchgemeinden.

Der Versicherungskostenabzug soll um 500 Franken pro Person, der Abzug für Kinder in der Ausbildung um 3000 Franken erhöht werden. Bei der Besteuerung von Kapitalleistungen aus der Vorsorge soll der geltende Satz von einem Drittel auf ein Viertel des ordentlichen Tarifs gesenkt werden.

Höherer Freibetrag
Bei der Erbschafts- und Schenkunssteuer für direkte Nachkommen will die Standeskommission den Freibetrag um 100'000 auf 300'000 Franken erhöhen. Auch bei der Vermögenssteuer ist ein Entlastung vorgehesen. Die Unternehmen profitieren, indem bei der Gewinnsteuer ein Doppeltarif eingeführt würde. (sda)

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