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INNERRHODEN: Vom Flur hinaus in die Welt

Das Kunst-am-Bau-Projekt «Miin Ort» des Trogener Künstlerpaares H.R. und Verena Fricker gibt es nun auch als Publikation. Gestern wurde sie vorgestellt.
Astrid Zysset
Das Künstlerpaar H.R. und Verena Fricker aus Trogen. (Bild: Astrid Zysset)

Das Künstlerpaar H.R. und Verena Fricker aus Trogen. (Bild: Astrid Zysset)

Auf grossformatigen Tafeln im Flur des Alters- und Pflegezentrums in Appenzell sind die Bewohnerinnen und Bewohner kurz porträtiert: Ein Foto, einige Sätze zu deren Leben und ein Ort, der eine zentrale Rolle für sie spielt, sind darauf zu sehen. Kurz: Die Menschen und das, was sie prägte, sind hier verewigt. «Die Bewohnerinnen und Bewohner eines Heimes werden auf ihr Zimmer, ihr Bett reduziert. Dabei haben alle ihre eigene Geschichte. Sie standen im Leben. Und diesen Bezug zu früher will ich herstellen», so Konzeptkünstler H.R. Fricker. Er hat zusammen mit seiner Frau Verena die Tafeln im Rahmen eines Kunstprojektes erstellt. Die Innerrhoder Kunststiftung hatte im Jahre 2014 einen Wettbewerb für Kunst am Bau für das Alters- und Pflegezentrum ausgeschrieben. Realisiert wurden eine im Lichthof schwebende Plastik des Künstlers Christian Hörler und eben «Miin Ort» des Trogener Künstlers H.R. Fricker. Zu Letzterem ist nun auch eine Broschüre erschienen. Gestern wurde sie vorgestellt. «Mit dieser Publikation wird die Arbeit jetzt auch ausserhalb des Alters- und Pflegezentrums sichtbar», so Ottilia Dörig, Mitglied der Innerrhoder Kunststiftung, in ihrer Ansprache. Die Broschüre wurde mit einer Auflage von 400 Exemplaren gedruckt. Vorerst ist sie ausschliesslich im Alters- und Pflegezentrum erhältlich. «Wir versuchen, sie auch in den Buchhandlungen vertreiben zu können. Aber da stehen wir erst noch am Anfang der Verhandlungen», so Dörig weiter.

Die Weiterentwicklung des Kunstprojektes ist noch nicht abgeschlossen. 55 «Miin Ort»-Porträts sind mittlerweile entstanden. Vorgesehen waren 60. Doch die Kunststiftung hat das Projekt ohnehin in der Zwischenzeit auf unbestimmte Zeit verlängert. «Die denken wohl, dass ich 100 Jahre alt werde», so Fricker lachend. Stolz ist er auf das Projekt dennoch. In seiner Rede hielt er fest, dass es auch im Alterszentrum des österreichischen Hard Fuss gefasst und dafür sogar eine Auszeichnung erhalten hat. Drei Tafeln hatte Fricker gemacht, neun das Personal vor Ort.

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

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