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INNERRHODEN: Trennung nach drei Jahren

Die HV der Bäuerinnen und Bauern am gleichen Termin ist Geschichte. Künftig werden die beiden Versammlungen wieder getrennt stattfinden, Anfang März.
Martin Brunner
Die neue Vorstandsfrau Marlene Tobler mit Rösi Räss und Sepp Koch. (Bild: MAB)

Die neue Vorstandsfrau Marlene Tobler mit Rösi Räss und Sepp Koch. (Bild: MAB)

Martin Brunner

redaktion@appenzellerzeitung.ch

«Heimat ist der Ort, wo man sich wohlfühlt», sagte Sepp Koch an der Hauptversammlung (HV) des Bauernverbandes Appenzell Innerrhoden in Haslen. «Bei uns ist es das Bild von gepflegten Höfen, gelebtem Brauchtum, von Alpfahrten, Sennenfesten und mehr. Vollbracht wird das alles von uns Bauernfamilien.» Auf der anderen Seite war er sich bewusst, dass im Hochpreisland Schweiz viele ums Überleben kämpfen. Es gehe darum, mit den Produktpreisen ein einigermassen normales Einkommen zu erzielen.

Nach den Bäuerinnen (siehe Kasten) entschieden auch die Innerrhoder Bauern, dass sie ihren Termin der Hauptversammlung wieder von jenem der Bäuerinnen loslösen. Albert Fässler trat nach elf Jahren als Aktuar aus dem Vorstand zurück. Ihn ersetzt Thomas Speck, der in Abwesenheit gewählt wurde. Der Verwaltungsratspräsident Walter Wetter freute sich über die neue Landi, die in Zukunft alle fordern werde. Der Wildhüter Ueli Nef erklärte, dass die Umsetzung des Projekts zur Hirschpopulation im Jahr 2017 erfolgreich angelaufen sei. Er wies auf 96 Abschüsse hin, mehr als erwartet und 800 Mannstunden Einsatz. Zudem hoffte er, dass die Bauern nach dem eher zurückhaltenden Beginn vermehrt mithelfen.

An die Zukunft glauben

«Die Menschen haben hohe Ansprüche an die Qualität», sagte der Landeshauptmann Stefan Müller. «Die Bauernfamilien können diese erfüllen. Ihren Produkten müssen wir einen hohen Wert geben, denn sie sind gesund und ressourcenschonend hergestellt.» Er hielt deshalb nichts von einer Marktöffnung, die sinkende Preise zur Folge hätte. Tierwohl, Biodiversität und vieles mehr wären in Frage gestellt. Vielmehr forderte er von der Politik, die Förderung stabil zu halten. «Die Landwirtschaft braucht Verlässlichkeit, Sicherheit und stabile Rahmenbedingungen.» Nicht zuletzt forderte er die Bauern auf, ein positives Selbstverständnis zu haben und an die Zukunft zu glauben.

Für Markus Ritter war klar, dass die Gesamtschau der Landwirtschaft mit der Marktöffnung, die der Bundesrat vorgestellt hatte, zurückgewiesen werden muss. «Sie ist ein Schlag ins Gesicht jeder Bauernfamilie», sagte der Präsident des Schweizer Bauernverbandes. «Solche Spiele macht man nicht mit uns.» Denn die Einkommen seien heute schon gefährdet. Es gehe also darum, den Bauernfamilien eine Wertschöpfung zu ermöglichen und ihnen gute Perspektiven auch für nächst folgenden Generationen zu geben.

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