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CVP-AI-Präsident über die Wahl von Thomas Rechsteiner: «Wir sind froh, dass wir unseren Sitz im Nationalrat verteidigen können»

Mit der Wahl von Thomas Rechsteiner sichern sich die Innerrhoder Christlichdemokraten ihren Sitz im Nationalrat. Während sich bei der CVP Erleichterung breit macht, ist man bei der SP weniger erfreut.
Claudio Weder
Stefan Ledergerber, Präsident CVP AI. (Bild: PD)

Stefan Ledergerber, Präsident CVP AI. (Bild: PD)

Der Wahlherbst 2019 bot für Appenzell Innerrhoden eine ungewöhnliche Ausgangslage: Das Risiko, dass die CVP ihren Sitz im Nationalrat verliert, war gross. Die offizielle Kandidatin der Christlichdemokraten, Frau Statthalter Antonia Fässler, wurde von alt Säckelmeister Thomas Rechsteiner herausgefordert. Parteipräsident Stefan Ledergerber sagt:

«Dass Erstere das Rennen nicht machte, ist zwar speziell. Aber in erster Linie sind wir erleichtert darüber, dass wir den Sitz verteidigen können.»

Antonia Fässler, Gesundheitsdirektorin AI. (Bild: PD)

Antonia Fässler, Gesundheitsdirektorin AI. (Bild: PD)

Antonia Fässler hingegen zeigte sich aus zwei Gründen enttäuscht: Zum einen, weil das Resultat letztlich deutlicher war, als sie angenommen hatte. «Ich hätte mir mehr erhofft», gibt sie zu. Zum anderen bedauert sie den Umstand, dass sie es – in Anbetracht des Stimmenanteils von 25 Prozent – offenbar nicht geschafft habe, die Gunst der weiblichen Wählerschaft zu gewinnen. «Es hätte mich gefreut, wenn ich als Nationalrätin ­Innerrhoden hätte vertreten dürfen», sagt Fässler. Für die 50-Jährige, die neben ihrem Regierungsmandat keinen Beruf ausübt, wäre ein Mandat im Nationalrat eine ideale Ergänzung gewesen. Auch inhaltlich:

«Durch die direkte Verbindung zu Bern hätten sich spannende Synergien ergeben.»

Weniger enttäuscht hingegen zeigte sich Ruedi Eberle (SVP). Seine erste Reaktion:

«Für mich bricht keine Welt zusammen. Es hat mich gefreut, dass ich so viele Stimmen geholt habe.»

Ruedi Eberle, Säckelmeister AI. (Bild: PD)

Ruedi Eberle, Säckelmeister AI. (Bild: PD)

Letzteres dürfe aber nicht als Zeichen dafür gewertet werden, dass die SVP in Innerrhoden die CVP als stärkste Partei ablösen wolle. «Zusammen haben Antonia Fässler und Thomas Rechsteiner dennoch den grössten Anteil der Stimmen geholt.» Einen positiven Aspekt hat die Nichtwahl aber dennoch: Der 52-jährige Ruedi Eberle ist Geschäftsführer des Golfplatzes Gonten und hätte im Falle einer Wahl diese Funktion aufgeben müssen. «Damit hätte ich mich schwer getan», gibt er zu. Ob er es in vier Jahren nochmals probieren wird? Eberle verneint. «Dann bin ich fast sechzig Jahre alt – in diesem Alter will ich nicht mehr kandidieren.»

Kritik an einseitiger Vertretung im Parlament

Anders Martin Pfister. Die SP werde auch in vier Jahren wieder antreten, gibt der Schulsozialarbeiter aus Gonten bekannt. Bereits zum dritten Mal in Folge kandidierte er für den Nationalrat. Bereits zum dritten Mal ohne Erfolg. «Im ersten Moment war ich enttäuscht über das Resultat, da ich rund 300 Stimmen weniger erzielte als 2015 – setzt man die Stimmen ins Verhältnis zu den anderen Kandidaten, sieht die Sache aber anders aus.»

Martin Pfister, Präsident SP AI. (Bild: PD)

Martin Pfister, Präsident SP AI. (Bild: PD)

Mit der Wahl von Thomas Rechsteiner ist Pfister aber nicht ­zufrieden. Dass er und Antonia Fässler nicht mal zusammen­gerechnet gleich viele Stimmen wie Rechsteiner erzielt hätten, sei ein klares Zeichen dafür, wo Innerrhoden steht.

«Es ist bedauerlich, dass weder die Frauenfrage noch die Klima­frage sich massgeblich auf die Wahlergebnisse niederschlugen.»

Stattdessen sei der Kanton nun mit dem Duo Rechsteiner-Daniel Fässler, die beide eine ähnliche Politik betreiben, in Bern völlig einseitig vertreten. Dennoch hatte der Wahlkampf einen positiven Effekt: «Es ist wichtig, dass wir unsere Kampagne durchziehen konnten. Dank dieser wird die SP nun ganz anders wahrgenommen.»

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