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INNERRHODEN: Matthias Rhiner fordert Ruedi Eberle heraus

Die Arbeitnehmer lassen den Gewerbevertreter Ruedi Eberle nicht einfach ins Säckelmeisteramt spazieren. Sie stellen mit dem Gross- und Bezirksrat Matthias Rhiner aus Oberegg einen Gegenkandidaten auf.
Roger Fuchs
Die Arbeitnehmer greifen mit ­Matthias Rhiner an. (Bild: PD)

Die Arbeitnehmer greifen mit ­Matthias Rhiner an. (Bild: PD)

Diese Kandidatur kommt überraschend: Die Arbeitnehmervereinigungen von Appenzell und Oberegg stellen den 59-jährigen Matthias Rhiner als Säckelmeisterkandidaten und Nachfolger von Thomas Rechsteiner auf. Dass von Rhiner bislang keine Rede war, kommt nicht von ungefähr: «Ich wollte zu Beginn ganz bewusst den Topkandidaten den Vorrang geben», sagte er gestern am Rande der Grossratssession. Lange habe er sich deshalb nicht mit einer Kandidatur befasst. Doch zwischenzeitlich sei die Tatsache eingetroffen, dass mit Ruedi Eberle nur ein Kandidat zur Verfügung stand. «Dabei hat Innerrhoden mehr Potenzial zu bieten», so Rhiner. Folglich habe auch er sich nach einem Reifungsprozess entschieden, zu kandidieren. «Ich freue mich auf den Wahlkampf. Der wird interessant, und wenn es klappt, umso besser», sagt der Oberegger.

Wie der Gegenkandidat Ruedi Eberle stammt auch Rhiner ursprünglich nicht aus Innerrhoden. Er wuchs in Trogen auf und besuchte dort die Primar- und Kantonsschule. Danach absolvierte er das Studium an der ETH Zürich. Später schloss er als Informatik-Ingenieur ab. Nach über 11-jähriger Tätigkeit für IBM Schweiz führte ihn sein beruflicher Weg schliesslich über die Unternehmensberatung zur Credit Suisse. 21 Jahre lang arbeitete er dort im Projekt- und Prozessmanagement in Führungs- und Spezialistenfunktionen.

Seit 24 Jahren lebt Matthias Rhiner in Innerrhoden und engagiert sich wie der Gegenkandidat seit Jahren für die Öffentlichkeit. Nachdem er über mehrere Jahre der Rechnungsprüfungskommission angehörte und davon vier Jahre als Präsident amtete, wählte ihn die Bezirksgemeinde 2006 in den Bezirksrat. Dort ist er unter anderem auch Mitglied der Finanzkommission und hatte eine führende Rolle im Fusionsprojekt Bezirk und Schulgemeinde. 2010 wurde er in den Grossen Rat und ein Jahr später in die staatswirtschaftliche Kommission gewählt, der er seit nunmehr sieben Jahren angehört. Letztes Jahr wählte ihn der Grosse Rat zudem ins Büro. Die Arbeitnehmervereinigungen loben ihn als «keinen lauten Politiker». Er könne zuhören und habe eine integrative Wirkung.

Rhiner tritt gegen den ehemaligen Gontner Bezirkshauptmann Ruedi Eberle an. Jener sitzt seit 2003 im Grossen Rat, ist seit 14 Jahren Mitglied der Staatswirtschaftlichen Kommission und seit einigen Jahren gar deren Präsident.

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

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