Innerrhoden gegen Regelung auf Bundesebene

APPENZELL. Anfang 2012 hat der Verband Schweizerischer Studierendenschaften eine Initiative eingereicht, mit der eine Verlagerung der Regelungs- und der Finanzierungskompetenz für Stipendien und Studiendarlehen von den Kantonen auf den Bund gefordert wird.

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APPENZELL. Anfang 2012 hat der Verband Schweizerischer Studierendenschaften eine Initiative eingereicht, mit der eine Verlagerung der Regelungs- und der Finanzierungskompetenz für Stipendien und Studiendarlehen von den Kantonen auf den Bund gefordert wird. Der Bundesrat hat hierauf einen Gegenvorschlag erarbeitet. Dieser nimmt im wesentlichen die Hauptpunkte des von den Kantonen erarbeiteten Stipendienkonkordats auf und integriert sie im Bundesgesetz. Die Standeskommission lehnt die Initiative wie auch den Gegenvorschlag ab. Dies geht aus einer Mitteilung der Innerrhoder Ratskanzlei hervor. Sowohl mit der Initiative als auch mit dem Gegenvorschlag werde in nicht hinnehmbarer Weise in den Kompetenzbereich der Kantone eingegriffen. Zudem beschränke sich die Initiative inhaltlich auf die Tertiärstufe, obwohl mehr als die Hälfte der Stipendienbezüger (57 Prozent) auf der Sekundarstufe II in Ausbildung seien. (rk)