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INNERRHODEN: Champignon oder Knollenblätter?

Pilzkontrolleure müssen sich stetig weiterbilden. Immerhin gibt es in der Schweiz mehr als 5000 Pilzarten. Zur Fachtagung am Wochenende in Innerrhoden gehörten deshalb auch Bestimmungsübungen.
Monika Egli
Brigitte Preisig und Rosa Oehri, beide Kontrolleurinnen in Teufen, Urs Walser, Kontrolleur aus Arbon, Röbi Neff, Appenzell, der als Kontrolleur Rheintaler Gemeinden betreut, und Katharina Schenk-Jäger, Hettlingen, Toxikologin, an der Arbeit. (Bilder: Monika Egli)

Brigitte Preisig und Rosa Oehri, beide Kontrolleurinnen in Teufen, Urs Walser, Kontrolleur aus Arbon, Röbi Neff, Appenzell, der als Kontrolleur Rheintaler Gemeinden betreut, und Katharina Schenk-Jäger, Hettlingen, Toxikologin, an der Arbeit. (Bilder: Monika Egli)

INNERRHODEN. Vor dem Hotel Krone in Brülisau: Ein langer Tisch mit verschiedenen Gefässen, alle gefüllt mit Pilzen. Hier wurde am Samstag das mitgebrachte Pilzmaterial angeliefert. Auf der Terrasse noch einmal lange Tische mit einzelnen Plastiktellern. In jedem lag eine Pilzsorte samt handgeschriebener Bestimmung.

Für diese Bestimmungsübungen stand im Hotel ein Raum zur Verfügung. In Gruppen, zu zweit oder allein sassen sie vor Pilzen und Büchern, hielten die Exemplare ganz nahe vor die Augen, tasteten sie ab, beschnupperten sie. Man tauschte sich aus, schlug in einem Buch nach und schrieb schliesslich auf, was für einen Pilz man hier in den Händen halte. Im späteren Nachmittag würden draussen an den langen Tischen dann Experten erklären, ob alle Pilze richtig erkannt worden waren. Die sich da so intensiv mit den Funghi beschäftigten, waren an die 50 Pilzkontrolleure und -kontrolleurinnen aus der ganzen Deutschschweiz, die sich in der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane (Vapko) zusammengeschlossen haben und dieses Jahr in Brülisau ihre Fachtagung samt Generalversammlung durchführten.

Mehrere hundert Pilzsorten

Organisiert hat die zweitägige Versammlung der Verein für Pilzkunde Appenzell. Wie der Präsident, Röbi Neff, wusste, ist es schon 32 Jahre her, seit die Vapko ihre Versammlung das letzte Mal in Appenzell durchgeführt hat. «Unser Verein feiert gerade das 65-Jahr-Jubiläum, deshalb freuen wir uns speziell, dass wir die Vapko-Tagung bei uns organisieren konnten.» Einen grossen Teil der zu bestimmenden Pilze hatten er und seine Vereinsmitglieder, rund 15 Aktive, in den letzten Tagen zusammengetragen. «Wir hatten Glück mit dem Wetter. Bis anhin war es stets viel zu trocken, aber genau zum richtigen Zeitpunkt auf die Versammlung hin wurde es nass, und das bei den passenden Temperaturen: Jetzt spriessen die Pilze in grossen Mengen.» Mehrere hundert Pilzarten sind in Brülisau zusammengekommen. Darunter in Form, Farbe und Grösse erstaunliche Exemplare, wie sie der Laie kaum je gesehen hat. Natürlich – für Pilzkontrolleure von grosser Wichtigkeit – waren auch Exemplare des hochgiftigen Knollenblätterpilzes vorhanden. «Bringt uns Kontrolleuren jemand einen Knollenblätterpilz, der mitten in anderen Sorten liegt, müssen alle Pilze weggeworfen werden», erklärte Röbi Neff.

Zurück in die Natur

Die Vapko-Mitglieder verbrachten zusammen einen gemütlichen Abend mit einem feinen Essen – ohne Pilze! Das ganze Sammelgut wurde am Ende der Tagung in Tobel und an Bachränder geworfen. Röbi Neff: «Dorthin, wo sie herkommen.»

Harmlos aussehend, aber viel gefährlicher als Fliegenpilze: Der Knollenblätterpilz (rechts, zwischen den Fliegenpilzen).

Harmlos aussehend, aber viel gefährlicher als Fliegenpilze: Der Knollenblätterpilz (rechts, zwischen den Fliegenpilzen).

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