Inkorporation ablehnen

Hansruedi Schönenberger gehörte dem Verwaltungsrat der Dorfkorporation Müselbach während 28 Jahren an, davon vier Jahre als Präsident. Er war es, der im April an der Bürgerversammlung den Antrag stellte, die Abstimmung zur Inkorporation zu verschieben.

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Hansruedi Schönenberger Ehemaliger Verwaltungsrat Dorfkorporation Müselbach

Hansruedi Schönenberger Ehemaliger Verwaltungsrat Dorfkorporation Müselbach

Hansruedi Schönenberger gehörte dem Verwaltungsrat der Dorfkorporation Müselbach während 28 Jahren an, davon vier Jahre als Präsident. Er war es, der im April an der Bürgerversammlung den Antrag stellte, die Abstimmung zur Inkorporation zu verschieben. «Mir war wichtig, dass die Müselbacherinnen und Müselbacher die Sachlage über den Sommer studieren konnten und sich über die Konsequenzen einer möglichen Inkorporation bewusst sind. Wir unterschreiben nämlich einen Vertrag, bei dem nicht offen dargelegt wird, welche Gegenleistungen wir erwarten dürfen. Was passiert zum Beispiel mit unseren Trinkwasserquellen im Dorf sowie der Brauchwasserquelle in Bäbikon? Eine Frage, die im jetzigen Wasserreglement der Dorfkorporation Müselbach klar geregelt ist. Darüber hinaus möchte ich betonen, dass unser Leitungsnetz auf einen Franken abgeschrieben ist. Meiner Meinung nach wäre die Dorfkorporation Müselbach auch in Zukunft in der Lage, die anfallenden Investitionen selbständig zu tragen. Ich bin nach wie vor gegen die Inkorporation, werde aber selbstverständlich den demokratisch gefällten Entscheid akzeptieren, wie er auch immer ausfällt. Wichtig ist mir der Frieden im Dorf.»

Abschliessend bemerkt Hansruedi Schönenberger noch Folgendes: «Eine gelebte Solidarität wäre für mich gewesen, wenn sich alle Wasserversorgungen innerhalb des Gemeindegebietes zu einer zusammengeschlossen hätten. Leider haben sich jene aus Kirchberg und Bazenheid von vornherein für einen Alleingang entschieden.»