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Initiative zur Teufner Doppelspur geplant

IG Tüüfner Engpass will die Doppelspur an die Urne bringen. Im November beginnt die Unterschriftensammlung.
Astrid Zysset
Die Doppelspur sieht vor, dass die Bahn zweigleisig durchs Dorf Teufen geführt würde. (Bild: PD)

Die Doppelspur sieht vor, dass die Bahn zweigleisig durchs Dorf Teufen geführt würde. (Bild: PD)

Die IG Tüüfner Engpass unternimmt einen weiteren Schritt, um die geplante Doppelspur in Teufen zu verhindern: Mit einer Initiative auf Gemeindeebene soll erstmalig über das Vorhaben abgestimmt werden, die Bahnstrecke zweigleisig zu führen und somit in den Individualverkehr einzugliedern. Darüber konnten die Teufner Bürgerinnen und Bürger bislang nicht an der Urne befinden. 2015 wurde über einen Lang-, 2017 über einen Kurztunnel abgestimmt. Beides wurde abgelehnt und somit stillschweigend die Doppelspur akzeptiert.

IG-Mediensprecher Felix Gmünder wollte sich auf Anfrage hin nicht konkret zum Initiativtext äussern. Dieser werde aktuell von einem Experten geprüft. Im November soll dessen Rückmeldung vorliegen, sodass spätestens nach der geplanten Standortbestimmung vom 25. November mit dem Sammeln der Unterschriften begonnen werden kann. Diese Standortbestimmung rund um die Doppelspur wurde von den Appenzeller Bahnen, dem Kanton wie auch der Gemeinde als Projektverantwortlichen in Auftrag gegeben, um Projektänderungen und -erweiterungen festzuhalten wie auch die aktuelle Kostenexplosion genauer unter die Lupe zu nehmen.

«Wenn die gesamte Tragweite des Projektes bekannt ist, können wir mit dem Sammeln der Unterschriften beginnen», so Gmünder weiter. Für den Vorstand der IG ein leichtes Unterfangen: Lediglich 150 Unterschriften werden benötigt, damit die Initiative zu Stande kommt. Mittlerweile zählt die IG bereits über so viele Mitglieder, dass mit deren Zustimmung alleine die notwendige Anzahl erreicht werden kann.

Doch warum genau pocht die IG auf die Abstimmung? Diese sei vonnöten, da sich das Doppelspurprojekt seit 2015 und 2017 geändert habe. Eine genaue Darstellung aller Fakten und Folgen sei dringend, ist die IG überzeugt. Gmünder führt noch zwei weitere Gründe an: Vergangenen Juni wurde die Petition «Marschhalt Ortsdurchfahrt Teufen» mit 2113 Unterschriften beim Gemeinderat eingereicht. Obwohl dieser in seiner Antwort vermerkt hatte, dass er die Resultate der Standortbestimmung abwarten möchte, will die IG Druck machen. «Wir sind den Petitionären gegenüber verpflichtet», so Gmünder. Langes Zuwarten sei nicht im Sinne des Anliegens. Zweitens planen die Appenzeller Bahnen, die Planungsunterlagen des Teilprojektes «Dorfzentrum-Stofel» im Dezember beim Bundesamt für Verkehr einzureichen. Einspracheberechtigt wäre anschliessend auch die Gemeinde. «Wenn diese sieht, wie gross der Widerstand gegen die Doppelspur ist, zwingt es sie zum Handeln.»

Gutachten über Verkehrssicherheit

Die Abstimmung würde im nächsten Jahr stattfinden. Bis dahin soll auch das Gutachten der TCS Fachstelle für Verkehrssicherheit in Genf vorliegen, das die IG in Auftrag geben wird. Sie glaubt, dass die Doppelspur zu gefährlichen Situationen für Fussgänger und Velofahrer führen würde. Wären diese belegt, möchte die IG diese Argumente im Abstimmungskampf einsetzen.

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