In Wald kommt es zur Kampfwahl

WALD. Kantonsrätin Edith Beeler hat kürzlich ihre Kandidatur als Gemeindepräsidentin von Wald bekanntgegeben. Aber auch der amtierende Gemeindepräsident Jakob Egli bleibt bei der angekündigten Kandidatur.

Monika Egli
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Jakob Egli Gemeindepräsident von Wald. (Bild: pd)

Jakob Egli Gemeindepräsident von Wald. (Bild: pd)

«Selbstverständlich bleibe ich bei meiner Kandidatur als Gemeindepräsident von Wald», sagt Jakob Egli auf entsprechende Anfrage. Die Situation sei eine völlig andere als 2012. Damals hatte Jakob Egli aus Protest seinen Rücktritt eingereicht. «Als keine Kandidaturen bekannt wurden, stellte ich mich wieder zur Verfügung». Einer Kampfwahl hätte er sich 2012 aber nicht gestellt. «Man kann nicht zurücktreten und sich dann doch wieder ins Spiel bringen, wenn Kandidaturen vorliegen.» Dieses Mal habe er seine Kandidatur aber offiziell an der Wahlversammlung von Anfang Januar angemeldet, so wie es jeder Interessent und jede Interessentin hätte tun können, deshalb sei es für ihn keine Frage, dass er dabei bleibe.

«Nun muss sie Stellung beziehen»

Es wird in Wald demnach zu einer Kampfwahl ums Gemeindepräsidium kommen. Für Jakob Egli wird es eine ausgesprochene Personen- und Richtungswahl. «Edith Beeler wird an der Versammlung vom 17. Februar klar Stellung beziehen müssen», als Kandidatin für das Gemeindepräsidium könne sie nicht weiter lavieren. Bisher habe sie sich zu den zentralen Fragen, nämlich Finanzpolitik und Dorfzentrum, bedeckt gehalten, «jetzt muss sie hinstehen und sagen, wofür sie ist. Das wird die Stimmbevölkerung wissen wollen.» Die brisanteste Frage sei zweifellos das Dorfzentrum, bei dem sich nach Jakob Eglis Einschätzung zwei mehr oder weniger gleich starke Lager gegenüberstehen. «Momentan geht es ja nicht um den Neubau oder die Sanierung. Es geht lediglich um einen Planungskredit, der Entscheidungsgrundlagen liefern soll.» Dieser Planungskredit sei von der Bevölkerung bewilligt. «Mir ist nicht klar, wovor die Opposition so viel Angst hat, dass sie nun mit allen juristischen Mitteln versucht, die Planung zu verhindern. Wir hätten anschliessend eine saubere Grundlage auch für die Bevölkerung, die erst dann über den Baukredit befinden wird. Ich betrachte das als ganz normales Vorgehen.»

Finanzpolitik

In der Kritik stehe nebst dem Dorfzentrum allenfalls noch die Finanzpolitik, andere Klagen seien ihm nicht zu Ohren gekommen, sagt Jakob Egli. Er weist darauf hin, dass «wir immerhin die einzige Gemeinde im Kanton sind, die den Steuerfuss senken und trotzdem ein positives Ergebnis budgetieren konnte».

Die Wahl werde zeigen, welche Art Gemeindeführung die Bevölkerung wünsche.

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