In sechs Tagen durchs Neckertal

Das Sommerwanderprogramm der IG Tourismus Neckertal führt in sechs Tagesetappen von Dorf zu Dorf durch das Gebiet des geplanten Naturparks Neckertal. Wandertag ist der Samstag; alle Start- und Zielorte sind mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar.

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Das Sommerwanderprogramm der IG Tourismus Neckertal führt in sechs Tagesetappen von Dorf zu Dorf durch das Gebiet des geplanten Naturparks Neckertal. Wandertag ist der Samstag; alle Start- und Zielorte sind mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar.

Trotz unsicherer Wetterlage nahm eine stattliche Wandergruppe die «Burgenwanderung» unter die Füsse. Nach einer kurzen Einlauf-strecke durch Oberhelfenschwil erfolgte bereits ein kurzer Aufstieg zum Freudenberg. Auf dem Kneippweg machten Informationstafeln auf die Kneipplehre aufmerksam. Der Aufforderung, barfuss durch das nasse Gras zu gehen, mochte wegen der eher kühlen Witterung niemand Folge leisten. Über den Ober- und Untergeissberg ging es hinunter zur abgelegenen und bei vielen Teilnehmern unbekannten Burgruine Rüdberg an der Thur. Das unwegsame Gelände lässt nicht erahnen, dass diese Burg vom 13. bis 15. Jahrhundert als Wegsperre am einzigen befahrbaren Weg durch das Thurtal gedient haben soll.

Mittagshalt im «Weidhof»

Nun begann der Aufstieg zur 500 Meter höher gelegenen Ruine Neutoggenburg. Vorbei am Wigetshof ging es zuerst zum «Weidhof», wo die Mittagsrast eingeschaltet wurde. Nach zwischenzeitlichen Aufhellungen war wieder Nebel aufgezogen und alle waren froh, sich ins heimelige Restaurant in der umgebauten Scheune begeben zu können. Frisch gestärkt ging es weiter nach Schwanden und ein letzter «nahrhafter» Aufstieg führte hinauf auf die Neutoggenburg. Die Wolken hatten sich wieder aufgelockert und gaben den Blick auf das Thur- und Neckertal frei. Die Überreste der Burganlage vermitteln einen Eindruck, wie stattlich der Stammsitz der Grafen von Toggenburg im 13. Jahrhundert gewesen sein muss. Der Burghügel bildet heute ein wertvolles Biotop mit rund 240 Pflanzenarten, das im Rahmen eines Neckertaler Naturschutzprojektes gepflegt wird. Über Stock und Stein und teilweise abseits von markierten Wanderwegen erfolgte der Abstieg ins Neckertal. Über den Oberwald und die Vögelisegg ging es bei zunehmendem Sonnenschein hinunter nach Brunnadern.

Nassen bis Oberhelfenschwil

Am nächsten Samstag wird die letzte Etappe der Sommerwanderungen in Angriff genommen, die auf und ab durch den nördlichen Teil des Neckertals führt. Von Mogelsberg geht es hinunter zur Aach und über die Hueb erfolgt der Aufstieg zum Aussichtspunkt Chrüz oberhalb des Weilers Mämetschwil. Dann geht es hinunter zur Ruermüli und gleich wieder hinauf zum Moosbad, wo im neu erbauten Restaurant Mittagsrast gehalten wird. Über das Buechholz geht es anschliessend weiter Richtung Nassen und wenn es die Zeit zulässt, machen wir einen Abstecher ins Naturschutzgebiet Grüenholz. Über das Nassenfeld geht es dann hinunter zur Aachmüli und im Restaurant Aachsäge ist ein Zwischenhalt vorgesehen. Nach einem letzten Aufstieg wird das Wanderziel Oberhelfenschwil erreicht.

Adolf Fäh, Wanderleiter

Nächste Sommerwanderung: Treffpunkt, 6. August, um 10 Uhr auf dem Dorfplatz und 10.10 Uhr beim Bahnhof Mogelsberg

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