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In schwierigem Gelände

Turnverein Ebnat-Kappel
Philipp Lanz
Für die Wanderung zum Vrenelis Gärtli hatten sich die Turner viel vorgenommen. (Bild: PD)

Für die Wanderung zum Vrenelis Gärtli hatten sich die Turner viel vorgenommen. (Bild: PD)

Am 9. September punkt 9.09 Uhr stand der erste Turner am Bahnhof bereit. Bereit, Grosses zu vollbringen und ausgerüstet mit gutem Schuhwerk und Rucksack. Mit dem Bus ging es dann via Wattwil und Ziegelbrücke ins Glarnerland. Einige Turner staunten nicht schlecht, dass es in der Ferne noch Restaurants gibt, in denen man offiziell Rauchen darf. Beim Zmittag gab es Pommes und Chicken Nuggets – ideales Essen für eine Wanderung.

Nach dem Zwischenstopp in Glarus starteten wir beim Klöntalersee auf 848 Metern über Meer. Steil hinauf und bei leichtem Regen ging es zur Käsern-Hütte auf 1200 Metern. Nach einer Stärkung nahmen wir den noch steileren Aufstieg Richtung Glärnischhütte in 1995 Metern über Meer unter die Füsse. Zuerst musste der serpentinenartige Weg gemeistert werden. Danach mussten die Hände zu Hilfe genommen und eine Kletterpassage überwunden werden. Das kalte und nasse Wetter machte einigen zu schaffen – oder war es doch die Anstrengung von über tausend Höhenmetern Differenz? Jedenfalls war die Sicht auf unzählige Wasserfälle und die tief verhangenen Felswände imposant. Die mystische Stimmung in den Bergen war ebenfalls einzigartig und vermochte die fehlende Sonne und Fernsicht zumindest teilweise zu entschä­digen. In der Glärnischhütte angekommen, wärmten sich alle Turner am Ofen auf. Dass die Verhältnisse nicht einfach waren, zeigte auch die Tatsache, dass die über 80 anderen Personen absagten und wir schliesslich die gesamte Glärnischhütte für uns alleine hatten. So konnten wir die ganze Nacht feiern und bescherten dem Hüttenteam doch noch gute Einnahmen. Statt Bettruhe schon um 10 Uhr war Party bis gegen den Morgen angesagt. Draussen tanzten die Schneeflocken bereits am Abend. An einen weiteren Aufstieg am Sonntag war aufgrund des Wetters nicht zu denken, obwohl dies einige Turner anfangs noch wollten. So mussten sich die sportlichen Turner mit dem Kauf einer «Vrenelis Gärtli»-Mütze begnügen, statt selbst dort oben zu stehen. Bei rund zehn Zentimetern Neuschnee ging es wieder zurück ins Tal. In der Näfelser Lintharena durften wir nach den Strapazen am Berg etwas Biathlon-Luft schnuppern und uns im Schiessen messen. Mit dem Zug gingen wir zurück nach Hause – wobei die hartgesottenen Turner den obligatorischen Abstecher im Pub nicht unterliessen. Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste Tour – vielleicht dann ohne Schnee.

Philipp Lanz

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