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«In Relation zum Ganzen betrachten»

Gemeindepräsident Reto Altherr hat Verständnis für den Unmut, sagt aber auch: «Die Veränderungen müssen in Relation zum Ganzen betrachtet werden. Es geht um zwei kleine Massnahmen, nämlich die Reduktion des Frühschwimmens und den Verzicht auf Mittagsmenüs.» Die Reduktion der Öffnungszeiten sei notwendig geworden, um die Präsenzzeiten des Aufsichtspersonals zu reduzieren. Dies, damit die Sicherheit gewährleistet bleibe. «Bei einer Überprüfung, und das macht man in jeder Organisation regelmässig, haben wir festgestellt, dass die Präsenzzeiten viel zu lange waren.» So habe der Bademeister manchmal über mehrere Tage 14-Stunden-Schichten gehabt. «Sie können sich vorstellen, wie anstrengend das ist. Nach so langer Arbeitsdauer ist die Aufmerksamkeit sicherlich nicht mehr dauernd gegeben. Wäre zu fortgeschrittener Stunde ein Unfall passiert, hätte das schlimm ausgehen können.» Nun würde sich das Aufsichtspersonal wieder aufs Kerngeschäft «am Wasser» konzentrieren können. «Unsere oberste Pflicht ist es, für Sicherheit zu sorgen.» Dies sei heute teilweise schwieriger als vor einigen Jahren. Immer mehr Kleinkinder seien nicht mehr unter der Aufsicht von Erwachsenen. Zudem seien Eltern häufiger abgelenkt.

Dass das Freibad an einem schönen Nachmittag geschlossen gewesen sein soll, entziehe sich seiner Kenntnis, so Altherr. Zitat Altherr: «Details sind weder mir noch dem Bademeister bekannt.» Auch sei der Bademeister bei diversen Entscheiden dabei gewesen. Das Freibad Teufen weist in den letzten 14 Jahren pro Jahr ein durchschnittliches Defizit von über 500'000 Franken pro Jahr aus. Mit anderen Worten: Jeder Eintritt wird gemäss Altherr von der Gemeinde mit über 20 Franken subventioniert. «Es ist klar, dass ein Freibad auf unserer Höhenlage nicht selbsttragend betrieben werden kann. Teufen kann und soll sich ein schönes Freibad leisten, aber es muss zumindest hinterfragt werden, warum das Defizit bis viermal höher ist als bei anderen Appenzeller Freibädern. Lassen Sie mich in aller Deutlichkeit nochmals unterstreichen: «Das Freibad Teufen gehört zu Teufen. Das Gerücht eines schleichenden Abbaus mit Schliessung, wie in der ‹Tüüfner Poscht› angedeutet, entbehrt jeglicher Grundlage. Es ist mir schleierhaft, wie man zu so einem Gerücht kommen kann.» Wie in jedem Veränderungsprozess gebe es auch laufend noch Feinjustierungen. So sind Gipfeli und Sandwiches wieder im Angebot. «Selbstverständlich werden wir getroffene Massnahmen nach Saisonende mit dem ganzen Team hinterfragen.» Den Vorwurf, die Gemeinde mische sich zu sehr ins operative Geschäft ein, lässt Altherr nicht stehen. «Die Badi ist Teil der Gemeinde, und es ist unsere Pflicht, uns entsprechend darum zu kümmern.» Wenn eine Organisation sich weiterentwickeln möchte, brauche dies einen Impuls. «Wir geben allerdings nur den Anstoss und unterstützen das Badepersonal bei der Umsetzung.» (pag)

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