In kalten Zeiten Wärme tanken

An ihrem diesjährigen Kirchenkonzert füllte die Musikgesellschaft Harmonie Lichtensteig die grosse Kirche St. Gallus bis auf wenige Plätze. Für Interimsdirigent Urs Wieland bedeutete das Konzert auch Abschied und Stabübergabe.

Peter Küpfer
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Präsidentin Romana Brand verabschiedet Dirigent Urs Wieland. (Bild: alttoggenburger)

Präsidentin Romana Brand verabschiedet Dirigent Urs Wieland. (Bild: alttoggenburger)

LICHTENSTEIG. Das Programm der Harmonie wurde auch an diesem Konzert vom Sonntagabend einmal mehr der Devise der Lichtensteiger Harmonie gerecht – «feel the music».

Das Konzert wurde mit dem feierlichen Titel «The Olympic Spirit» eröffnet, in dem gleich zu Beginn festlich stimmende Fanfarentöne erklangen. Weiter ging das Programm mit besinnlich-heimatlichen Klängen und dem gleichzeitig sowohl furcht- wie ehrfurchtgebietenden «Everest» aus der Feder von Rob Romeyn. Nach dem ersten Block ergriff Martin Huber die Gelegenheit, seine acht Jungmusikanten mit ihrem eigens fürs Konzert einstudierten Programm vorzustellen.

Talentierte Jungmusiker

Keck und unverkrampft kündeten die Jungmusiker ihre Titel selbst an und spielten sie konzentriert und mit sichtlichem Stolz sauber durch. Martin Huber gebühre Dank und Anerkennung für die erfolgreiche Nachwuchspflege, erläuterte Präsidentin Romana Brand in ihren Dankesworten am Schluss des Konzerts. Die Lichtensteiger Musikantinnen und Musikanten unterhielten ihr Publikum auch mit Unerwartetem und Überraschendem. Dazu gehörten einmal überleitende Textbeiträge, wirkungsvoll vorgetragen von Sprecher Roman Silberer. Dann erwiesen sich die vielseitigen Musikantinnen und Musikanten auch als äusserst geschickte Sound-Imitatoren. Sie erzeugten mit rein «körperlichen Mitteln» zuerst leisen, dann heftigeren Gebirgswind ebenso echt wie einen plötzlich einsetzenden Regen.

Dank und Abschied

Präsidentin Romana Brand hatte viel zu tun, als sie nach dem amerikanisch inspirierten zweiten Teil mit seinem triumphalen Schlusstitel «Music» von John Miles all den vielen Beteiligten und Mitwirkenden des gelungenen Konzerts dankte. Das Publikum habe durch sein Mitgehen gezeigt, dass der Hauptzweck erreicht worden sei: In kalten Zeiten musikalisch etwas Wärme zu vermitteln. Anschliessend musste Romana Brand auch Dirigent Urs Wieland verabschieden, der das Ensemble seit dem letzten Sommer interimsweise dirigierte. «Wir hatten die gleiche Wellenlänge», betonte Romana Brand. Der Abschied von der Harmonie wurde gelindert, weil in der Person von Peter Diem bereits ein Nachfolger gefunden war. Der neue Dirigent spielte am Konzert selber in den Reihen der Bläser mit Trompete, stellte sich vor die Lichtensteiger Musikantinnen und Musikanten und intonierte mit ihnen zum Beweis der problemlos erfolgten Stabübergabe für das Publikum einen rassig gespielten Marsch.

Die acht Nachwuchsmusikantinnen und musikanten der Harmonie, dirigiert von Martin Huber. (Bilder: Peter Küpfer)

Die acht Nachwuchsmusikantinnen und musikanten der Harmonie, dirigiert von Martin Huber. (Bilder: Peter Küpfer)

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