Gemeinderäte Eugster und Künzle an der Bauwirtschaftskonferenz: «In Herisau läuft brutal viel» ++ Das sind die grössten Vorhaben in der Gemeinde

An der Bauwirtschaftskonferenz sind die grössten Projekte in der Gemeinde und der Denkmalschutz ein Thema.

Jesko Calderara
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Der Migros-Neubau ist eines der grössten Vorhaben, das in Herisau realisiert wird.

Der Migros-Neubau ist eines der grössten Vorhaben, das in Herisau realisiert wird.

Bild: Nadine Küng

Migros-Neubau, Sanierung der reformierten Kirche und Bahnhofplatz: In Herisau werden zurzeit einige grössere Projekte geplant oder realisiert. An der diesjährigen Bauwirtschaftskonferenz des Gewerbevereins am Dienstagabend im Casino Herisau gab Gemeinderat Max Eugster einen Überblick über die wichtigsten privaten und öffentlichen Bauvorhaben. Dazu zählen unter anderem das Projekt Bahnhofplatz/Bushof (42,6 Millionen Franken Bruttoinvestitionssumme), der Bahnhofkreisel (17,2 Millionen Franken), die Erneuerung der Kirche (6,8 Millionen Franken) und die Neugestaltung der Oberen Gossauerstrasse (1,7 Millionen Franken) sowie des Obstmarktes (mehr als 1,4 Millionen Franken). Beispiele für die private Bautätigkeit sind nebst dem Migros-Bau die Überbauungen Sandbühl und Waldegg. Gemäss Eugster profitieren die Herisauer Gewerbebetriebe stark von Bauprojekten, welche die Gemeinde umsetzt. «Den grössten Teil der Aufträge vergeben wir an lokale Anbieter.» Er habe zuletzt festgestellt, dass teilweise nicht allzu viele Herisauer Firmen an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen. Für ihn sei dies ein gutes Zeichen, sagte Eugster vor den rund 50 Anwesenden. «Es bedeutet letztlich, dass viel Arbeit vorhanden ist.» Erstmals in neuer Funktion nahm Peter Künzle an der Bauwirtschaftskonferenz teil. Der Leiter des Ressorts Tiefbau blickte auf seine ersten Monate im Gemeinderat zurück. Die Tätigkeit bereite ihm grosse Freude, meinte Künzle. «In Herisau läuft brutal viel.» Wichtige Dossiers, mit denen er sich bisher beschäftigte, sind die gefährliche Situation vor dem Postplatz und der Obstmarkt, wo es bald weitergehen soll. «Als ungeduldiger Mensch nerven mich manchmal die langen Prozesse und Einsprachen», sagte Künzle. Auch im Appenzellerland habe es einen Kulturwandel gegeben. Heute würden Bauvorhaben oft zuerst einmal bekämpft.

Denkmalpflege fördert Sanierungen

Zu Beginn des Abends stellte Hans-Ruedi Beck als Co-Leiter die Denkmalpflege vor. Zu deren Tätigkeit gehören die Beratung von Privaten und Behörden bei den Renovationen von geschützten Bauten sowie Bauvorhaben in der Ortsbildschutzzone. Weitere Aufgabengebiete sind die finanzielle Förderung von Umbauten sowie die Vermittlung zwischen den Partnern, die in ein Bauprojekt involviert sind.