In grösseren Zeiträumen denken

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In der nördlichsten Toggenburger Gemeinde wird in den nächsten Jahren eine umfassende Zentrumsentwicklung stattfinden. Möglich machen dies in erster Linie Veränderungen beim Gewerbe und der Industrie. Begonnen hat die Entwicklung im Jahr 2004 mit dem Kauf der Liegenschaft der ehemaligen Polstermöbelfabrik Strässle und einer Arrondierung im Jahr 2013. Von 2012 bis 2016 erfolgte eine Totalrevision der Ortsplanung. «In diesem Rahmen wird das zusammenhängende Gebiet zwischen Gemeindehaus und Oberer Harfenberg nach dem Grundsatz ‹Je zentraler, umso dichter› bearbeitet», sagt Gemeindepräsident Roman Habrik. Entsprechend sei die Zonierung von aussen nach innen bezüglich Zonenart und Geschosszahl zunehmend erhöht worden.
 

Die besten Ansätze werden übernommen

70 Prozent der Erdgeschosse müssen für Gewerbeflächen ausgeschieden werden. Da die Clientisbank Toggenburg möglichst im Zentrum einen Neubau realisieren will, Landi/Volg aus betrieblichen Gründen dagegen aus dem Zentrum wegziehen will, ergeben sich interessante Möglichkeiten.

Um einen Masterplan zu schaffen, wurden drei interdisziplinäre Teams mit der Ausarbeitung einer Testplanung beauftragt. Die besten Ansätze werden nun in gegenseitiger Absprache übernommen. Als Erfolgsfaktoren nennt Roman Habrik: Denken in grösseren Zeiträumen, guter Kontakt zu den Landeigentümern, Erkennen von Chancen, Grösse des zusammenhängenden Gebiets, Möglichkeit zur Aufteilung in Teilprojekte. (hs)