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In Gais soll eine weitere Strasse zur Tempo-30-Zone werden

Anwohner fordern in einer Petition die Einführung von Tempo 30 auf der Gaiserausstrasse.
Mea McGhee
Verkehrsteilnehmer nehmen einander bei Tempo 30 besser wahr. (Bild: APZ)

Verkehrsteilnehmer nehmen einander bei Tempo 30 besser wahr. (Bild: APZ)

Rund 50 Personen haben die Petition «Tempo 30-Zone Gaiseraustrasse West» unterzeichnet. Die Petitionäre, Anwohner der Gaiseraustrasse, wollen auf dem Strassenabschnitt zwischen dem Kreisel bei der «Rose» und der Kreuzung Langgasse eine Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer.

Unklare Situation für Schulkinder

Die Gemeindestrasse hat kein Trottoir und ist Schulweg vieler Kinder. «Für die Kinder, ist unklar, wo sie gehen sollen. Manche gehen am rechten Strassenrand, andere am linken», sagt eine Anwohnerin. Zudem seien manche Autos recht schnell unterwegs und der Lastwagenverkehr habe zugenommen. Aus diesen Gründen habe sie die Petition unterzeichnet. «Ich hoffe zudem, dass bei Tempo 30 weniger Autos die Gaiseraustrasse befahren.»

Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung

In Gais gilt auf den meisten Gemeindestrassen Tempo 30. Der Gemeinderat hat beschlossen, auf die Petition einzutreten. Die Kommission «Allgemeiner Betrieb» wird beauftragt, die erforderlichen Abklärungen, etwa eine Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessungen zu beschaffen, sagt Gemeindeschreiber Roland Lussmann. Zu prüfen sei unter anderem, ob die Temporeduktion auf die Hauptverkehrszeiten beschränkt werden könnte. Als Entscheidungsgrundlage ist ein Gutachten durch ein qualifiziertes Planungsbüro zu erarbeiten. Der Gemeinderat wird nach Vorliegen dieser Abklärungen über eine Ausweitung der Tempo 30-Zone befinden. Dieser Entscheid sei im ersten Halbjahr 2020 zu erwarten, so Lussmann. Gegen die Einführung der Tempo-30-Zone könnte Einsprache erhoben werden. Die Verordnung über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen schreibt vor: «Die realisierten Massnahmen sind spätestens nach einem Jahr auf ihre Wirkung zu überprüfen.»

Industrie-Erweiterung bringt mehr Lastwagen

Die Petitionäre begründen ihr Anliegen mit dem zunehmenden Verkehr auf dem betreffenden Strassenabschnitt. Insbesondere verkehrten aufgrund der Erweiterung der Industrie Forren mehr Lastwagen. Dies gefährde Kinder und Fussgänger so der Petitionstext. Zur Erhöhung der Sicherheit und zur Lärmreduktion möchten die Petitionäre, dass im genannten Abschnitt möglichst bald Tempo 30 eingeführt wird.

Signalisation und bauliche Massnahmen

Einmal rechtskräftig, ist abschliessend die Ausserrhoder Kantonspolizei für die Bewilligung der Signalisation von Tempo-30-Zonen zuständig. Diese führt auch Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen der üblichen Kontrolltätigkeit durch, sagt Polizeisprecher Marcel Wehrlin.

Mit einer entsprechenden Strassenraumgestaltung kann zudem der Tempo-30-Charakter unterstrichen werden. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung schreibt dazu: Eine kontrastreiche Gestaltung der Zoneneingänge (Torwirkung), eine Verengung der Fahrbahn, Belagswechsel, besondere Markierungen sowie weitere Massnahmen helfen, das Ziel einer selbstredenden Temporeduktion umzusetzen. Bremsweg ist deutlich kürzer Die Sicherheit der Fussgänger wird bei Tempo 30 erhöht; Verkehrsteilnehmer nehmen einander besser wahr und der Bremsweg wird kürzer. Während ein Auto mit Tempo 30 nach rund 21 Metern steht, ist ein Fahrzeug mit Tempo 50 an der gleichen Stelle immer noch mit 50km/h unterwegs, denn der Reaktionsweg allein ist 28 Meter lang.

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