In die Vulkanwüste

Auf unserem Weg den Anden entlang nordwärts überqueren wir alle paar Tage die Grenze zwischen Argentinien und Chile. Beide Länder besitzen viele Sehenswürdigkeiten; es fällt uns schwer, Prioritäten zu setzen.

Kathrin und Ueli Würth
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Conguillío-Nationalpark: Der Vulkan Llaima thront über einer Lagune und Araukarienwäldern. (Bilder: Kathrin und Ueli Würth)

Conguillío-Nationalpark: Der Vulkan Llaima thront über einer Lagune und Araukarienwäldern. (Bilder: Kathrin und Ueli Würth)

Auf unserem Weg den Anden entlang nordwärts überqueren wir alle paar Tage die Grenze zwischen Argentinien und Chile. Beide Länder besitzen viele Sehenswürdigkeiten; es fällt uns schwer, Prioritäten zu setzen.

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Im südlichen Argentinien besuchen wir die Cueva de las Manos. Vor 10 000 Jahren wurden hier in einer bemerkenswerten Negativtechnik unzählige Hände an die Felswände gemalt. Auf der chilenischen Seite der Anden entlang der legendären Carretera Austral werden wir von grossem Wetterglück verwöhnt. Wir machen einen Abstecher in den Bosque Encantado, wo es nur eine Farbe zu geben scheint. Auf einer Wanderung auf morastigem Boden lassen wir uns von den vielen exotischen Pflanzen verzaubern. Kaum vorstellbar, dass sich nur 70 km östlich, hinter den Anden, eine Wüste befindet. Im Conguillío-Nationalpark wandern wir durch Bambus- und Araukarienwald. Die Bäume muten uns fremd an; sie gehören zu den ältesten überlebenden Baumsorten auf der Welt. Den Park überragt der aktive Vulkan Llaima. Überall wird man darauf aufmerksam gemacht, dass man sich in einem vulkanischen Risikogebiet befindet.

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Noch viel vulkanischer geht es im argentinischen Park «El Payún» zu und her. Über grosse, schwarze Aschefelder erreichen wir einen wunderbaren Übernachtungsplatz am Fusse des gleichnamigen Vulkans. Während die Sonne nochmals kurz hinter einer Gewitterwolke hervor scheint, zaubert sie die Szenerie in ein kitschig warmes Licht. Eine Besonderheit ist der ausgewaschene Vulkanschlot des Vulkans Malacara. Hier haben Wind und Wasser über Jahrtausende einen Canyon geschaffen, durch den man bis in den Schlot des Vulkans vordringen kann. Je weiter man vordringt, desto höher sind die Lavawände und desto dunkler wird es.

Cueva de las Manos: Vor 10 000 Jahren entstanden diese Handbilder. (Bild: matembezi.ch)

Cueva de las Manos: Vor 10 000 Jahren entstanden diese Handbilder. (Bild: matembezi.ch)

Malacara: Ein enger Canyon führt in den Vulkan hinein. (Bild: matembezi.ch)

Malacara: Ein enger Canyon führt in den Vulkan hinein. (Bild: matembezi.ch)

Vulkan Payún: Ein wunderschöner Übernachtungsplatz am Fusse des Vulkans. (Bild: matembezi.ch)

Vulkan Payún: Ein wunderschöner Übernachtungsplatz am Fusse des Vulkans. (Bild: matembezi.ch)

Bosque Encantado: Pazifischer Regenwald mit üppigem Grün. (Bild: matembezi.ch)

Bosque Encantado: Pazifischer Regenwald mit üppigem Grün. (Bild: matembezi.ch)

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