In der «Krone» Wald wird scharf geschossen

WALD. Nach einem Monat Bauzeit können die Zimmerschützen Wald ihr neues Trainingslokal in der «Krone» Wald in Betrieb nehmen. Fredy Knöfler freut sich über die Anlage im Keller des Gasthauses. «Sie ist schön und zweckmässig.» Knöfler ist Präsident der Zimmerschützen Wald.

Karin Erni
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Zimmerschütze Fredy Knöfler probiert die neue Anlage aus. (Bild: ker)

Zimmerschütze Fredy Knöfler probiert die neue Anlage aus. (Bild: ker)

WALD. Nach einem Monat Bauzeit können die Zimmerschützen Wald ihr neues Trainingslokal in der «Krone» Wald in Betrieb nehmen. Fredy Knöfler freut sich über die Anlage im Keller des Gasthauses. «Sie ist schön und zweckmässig.» Knöfler ist Präsident der Zimmerschützen Wald. «Das ist eine Sportart, die es nur im Vorderland gibt», erklärt er. Mit Speicher gebe es lediglich noch eine Gemeinde im Mittelland, die einen Zimmerschützenverein habe. Das Zimmerschiessen sei entstanden, um auch im Winter üben zu können, so Knöfler. «Es war oft auch die einzige Gelegenheit, um in den Ausgang gehen zu können.» Die Zimmerschützen messen sich nach ihren acht Vereinsübungen jeweils von Januar bis März im Gruppencup in Oberegg und schliesslich im Verbandsschiessen, das den Höhepunkt des Vereinslebens markiert. Interessantes Detail: Der Zimmerschützenverein Wald wurde bereits im Jahr 1906 in der «Krone» gegründet.

Kniend schiessen

Fürs Zimmerschiessen wird eine spezielle Munition mit Kaliber 4,35 Millimeter verwendet. Diese wird vor dem Einsetzen in den Zimmerstutzen, wie das Gewehr heisst, vom Schützen eigenhändig aus Kugel und Treibladung zusammengesteckt. Dazu sei einige Erfahrung nötig, so Fredy Knöfler. «Ob ein Schuss erfolgreich ist, entscheidet sich schon hier.» Geschossen wird kniend. Wer dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann, darf eine Art Melkschemel mit drei Beinen verwenden. Das Ziel ist eine kleine Kartonscheibe. Die drei elektrischen Zugscheiben sind ausreichend für die rund 25 Mitglieder, die der Zimmerschützenverein Wald derzeit noch hat.

Schütze als Sponsor

Gebaut hat die Anlage Stephan Weber. Er ist der Sohn der «Krone»-Wirtin Christina Weber und gelernter Schreiner. Die Firma Jung Holzbau in Engelburg unterstützte das Projekt grosszügig. Ihr Geschäftsführer ist ein alter «Wäldler» und ebenfalls Mitglied bei den Zimmerschützen. Die Schiessanlage wird nur im Winter genutzt. Im Sommer kann sie mit wenigen Handgriffen umgebaut werden und dient dem Gasthaus Krone als Partyraum. Ein wichtiger Aspekt bei den Zimmerschützen ist die Geselligkeit. «Wir sind auch gute Höckler», sagt Fredy Knöfler lachend.