Kurzes Vergnügen: TV Appenzell scheidet in der ersten Cuprunde aus

Zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der Coronapause standen sich in der Wührehalle die beiden Erstligisten TV Appenzell und Pfader Neuhausen in der ersten Vorrunde des Schweizer Cups gegenüber. Ein Durchhänger in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit liess die Innerrhoder in Rückstand geraten, der auch mit einer vorzüglichen zweiten Halbzeit nicht mehr wettgemacht werden konnte.

Martin Hüsler
Drucken
Teilen
Appenzells Rouven Bischof bei einem kraftvollen Abschluss.

Appenzells Rouven Bischof bei einem kraftvollen Abschluss.

Bild: PD

Ein Fünf-Tore-Rückstand zur Pause ist zwar eine Hypothek, muss im Handball aber noch keineswegs das Ende aller Hoffnungen bedeuten. Der TV Appenzell lieferte am Samstagabend ein weiteres Beispiel dafür, dass mit einem «Rucksack» noch vieles möglich sein kann. 11:16 stand es beim Ertönen der Pausensirene – kein Grund demnach, die Partie gegen die Pfader aus Neuhausen bereits verloren zu geben. In der Tat rafften sich die im Durchschnitt um einiges jüngeren Innerrhoder nach Wiederanpfiff in phasenweise begeisternder Manier auf und holten Tor um Tor auf. In der 51. Minute war mit dem 23:23 denn auch der Gleichstand erreicht.

Doch trotz allen Kampfgeistes der Einheimischen behielten die Gäste aus dem Kanton Schaffhausen, auf die der TVA ja dann in der Meisterschaft wieder trifft, das bessere Ende schliesslich für sich und ziehen dank ihres 27:25-Erfolgs in die erste Cup-Hauptrunde.

Durchzogne Viertelstunde

TVA-Trainer Christian Hamm bestätigte nach Spielende, was allen in der Halle Anwesenden aufgefallen war: «Wir sind nach gutem Beginn nach einer Viertelstunde eingebrochen, was die Pfader konsequent auszunutzen wussten.»

Der Blick auf die Spielstatistik lässt denn auch erkennen, dass sich das Skore nach dem 5:4 in der 15. Minute kontinuierlich zu Gunsten der Gäste wandelte und zwischenzeitlich einen Sechs-Tore-Rückstand des TVA auswies. Immerhin durften die Innerrhoder just in dieser Phase für sich in Anspruch nehmen, das Tor des Abends erzielt zu haben: Das 7:11 durch Sven Sutter, magistral angespielt von Fabio Hörler, rief berechtigtes Raunen hervor.

Was man nach der Pause vom TVA zu sehen bekam, verdiente das Prädikat «vorzüglich». Mit Tempo-Handball verkleinerte er den Rückstand sukzessive, sodass man allmählich doch noch an die Möglichkeit einer nächsten Cuprunde glaubte. Dass es letztlich doch nicht reichte, lag aus des Trainers Optik an der grösseren Abgeklärtheit von Pfader Neuhausen, in deren Reihen auch mehr «Volumen» gegenüber dem TVA auszumachen war. Dazu kam Pech bei den sechs zugesprochenen Siebenmetern, von denen drei vergeben wurden. Und auch in Sachen Torhüter-Abwehrquote konnte Neuhausen ein Plus verbuchen. «Alles in allem darf ich aber doch eine positive Bilanz ziehen. Wenn wir in der Meisterschaft an der Spielweise anknüpfen, wie wir sie in der zweiten Halbzeit zeigten, sollten wir zu Punkten kommen», meinte Trainer Christian Hamm nach dem Schlusspfiff.