In Appenzell Innerrhoden retten Drohnen Rehkitze

Der Bauernverband und die Jägerschaft planen, mit zwei zusätzlichen Flugobjekten das Kantonsgebiet noch besser zu überwachen und Jungtiere vor dem Mähtod zu bewahren.

Pressedienst
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Die Drohnen sollen die Rehkitze im Feld finden, bevor der Bauer zu mähen beginnt.

Die Drohnen sollen die Rehkitze im Feld finden, bevor der Bauer zu mähen beginnt.

Zvg / SOL

Die Landwirtschaft Innerrhoden macht bei der Rehkitzrettung gemeinsame Sache mit der Jagdverwaltung. Damit gehen Bauernverband und Jägerschaft neue Wege.

Im Kanton Appenzell Innerrhoden werden seit dem vergangenen Jahr Rehkitze mit Drohnen erfolgreich vor dem Mähtod gerettet. Um noch effizienter arbeiten zu können, hat die Jagdverwaltung das bestehende Konzept überarbeitet. Ziel ist die Anschaffung von zwei weiteren Drohnen, damit das ganze Kantonsgebiet noch besser abgedeckt werden kann.

Eine erste Finanzierungszusage für eine weitere Drohne liegt von einem privaten Jäger bereits vor. Auf Anfrage der Jagdverwaltung hat der Vorstand des Bauernverbands zudem beschlossen, die Finanzierung einer weiteren Drohne zu prüfen. Anlässlich der Hauptversammlung des Bauernverbands vom vergangenen Freitag, dem 6. März, erhielt die Jagdverwaltung die Zusage für die Finanzierung einer Rehkitz-Rettungsdrohne.

Josef Koch, der Präsident des Innerrhoder Bauernverbands, übergibt Jagdverwalter Ueli Nef die neu angeschaffte Drohne zur Rehkitzrettung.

Josef Koch, der Präsident des Innerrhoder Bauernverbands, übergibt Jagdverwalter Ueli Nef die neu angeschaffte Drohne zur Rehkitzrettung.

PD

Der Bauernverband Appenzell Innerrhoden zeigt damit, dass der Tierschutzgedanke und die Zusammenarbeit mit der Jägerschaft einen hohen Stellenwert in einnehmen.

Beide Parteien engagieren sich während der Mähsaison für die Rettung der kleinen Rehkitze.

Der Bauernverband setzt damit ein deutliches Zeichen zugunsten einer rücksichtsvollen und naturverträglichen Landwirtschaft. Die Jagdverwaltung schätzt die Zusammenarbeit mit dem Vorstand sowie den Landwirten.

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