IMMO-MESSE: Das Toggenburg zeigt seine Sonnenseite

Auch in diesem Jahr präsentieren sich die Toggenburger Gemeinden am Wochenende an der Immo-Messe Schweiz in St. Gallen. Sie werben für neue Einwohner, mit schönen Bildern und konkreten Immobilienangeboten.

Sabine Schmid
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Die Gemeinden im Toggenburg, im Bild Ebnat-Kappel, sind lebenswert und bieten guten Wohnraum. (Bilder: Sabine Schmid)

Die Gemeinden im Toggenburg, im Bild Ebnat-Kappel, sind lebenswert und bieten guten Wohnraum. (Bilder: Sabine Schmid)

Sabine Schmid

sabine.schmid@toggenburgmedien.ch

Wer etwas verkaufen will, muss dafür Werbung machen. Dies gilt für ein Produkt ebenso wie für eine Immobilie. Darum tritt die Region Toggenburg schon seit rund einem Dutzend Jahren mit einem Stand an der Immo-Messe Schweiz in St. Gallen auf. «Wir betreiben dort Wohnortmarketing im eigentlichen Sinn», erklärt Daniel Blatter, Geschäftsführer der Region Toggenburg.

Bereits im Vorfeld der dreitägigen Messe laufen die Vorbereitungen. «Die uns angeschlossenen Gemeinden rufen ihre Bevölkerung auf, zum Kauf stehende Objekte oder Baulandparzellen zu melden beziehungsweise in den Internet-Plattformen aufzuschalten», sagt Daniel Blatter. Dabei mache es keinen Unterschied, ob es sich um einen Neubau handle, um ein bestehendes Wohngebäude oder um eine Bauparzelle. Auch betreffend die Grösse werden keine Vorgaben gemacht, es gibt genauso Einfamilienhäuser wie Eigentumswohnungen. Projekte, die erst im Baustadium oder sogar noch in Planung sind, werden ebenfalls angepriesen. «Dieses Angebot entspricht der Nachfrage, denn die Immo-Messe wird hauptsächlich von Personen besucht, die Wohneigentum suchen», sagt Daniel Blatter.

Mit Kägi-fret und Buurechoscht die Besucher überzeugen

Die Gemeinden nutzen die Meldungen der Immobilienbesitzer, um ihre Angebote zu aktualisieren. Dies ist die Grundlage für die Vertreter der Gemeinde, um den Interessenten konkrete Vorschläge in der Wohnregion Toggenburg zu machen und Kontakte zu vermitteln. «Viel wichtiger ist es aber, die Besucher der Immo-Messe zuerst einmal an den Stand zu locken», sagt Daniel Blatter. Dies gelingt der Region mit einem attraktiven Stand. In einer Präsentation wird das Toggenburg von seiner Sonnenseite gezeigt. Als Blickfang sind auch Modelle von Bauprojekten aufgestellt, in diesem Jahr beispielsweise von den Überbauungen Bahnhof Süd in Wattwil und Sonnenpark in Ulisbach. Zudem offerieren die Standbetreuer Spezialitäten aus dem Toggenburg wie Wurst und Käse, aber auch Wein, Kägi-fret oder Tutti Frutti von der Morga AG. «Viele Besucher kennen die Schoggi, aber nicht alle machen die Verbindung zum Toggenburg», sagt Daniel Blatter. Die gezeigten Bilder sollen aber nicht nur den Reiz der Toggenburger Landschaft abbilden. «Wir wollen eine positive Grundstimmung und Grundhaltung authentisch rüberbringen. Dazu möchten wir die Soft-Faktoren aufzeigen.» Denn gemäss Daniel Blatter sind sich viele nicht bewusst, dass man von fast überall im Toggenburg innerhalb von wenigen Minuten im Grünen ist. Dies, gepaart mit dem breiten Freizeitangebot im Tal, wirke sich positiv auf die Work-Life-Balance aus und sei ein gutes Verkaufsargument für potenzielle Liegenschaftskäufer.

Vorzüge des Toggenburgs als Wohnregion

Die Vertreter der Gemeinden legen ihren Fokus auf die ganze Region und haben nicht nur ihre Gemeinde im Blickfeld. «Weil jeweils ein Vertreter von den Gemeinden im oberen, im mittleren und im unteren Toggenburg sowie vom Neckertal anwesend ist, können wir den Besuchern breitabgestützte Informationen geben», sagt Daniel Blatter. In erster Linie gehe es darum, an der Messe die Vorzüge des Toggenburgs als Wohnregion darzulegen. «Wenn jemand wirkliches Interesse signalisiert, unterbreiten wir konkrete Angebote und stellen die Kontakte zu den Verkäufern her», erklärt er.

Er staune an der Immo-Messe immer wieder, wie die Besucher, die auf der Suche nach Wohneigentum sind, von den Angeboten im Toggenburg überrascht seien. «Bei vielen entscheidet das Budget, wo sie sich was leisten können. Mit unseren Immobilienpreisen und mit der Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr und die Strassen sind wir gerade für junge Familien durchaus eine Alternative», ist der Geschäftsführer der Region Toggenburg überzeugt. Oftmals würden die Standbesucher staunen, dass es im Toggenburg gute Einkaufsmöglichkeiten gibt und noch in den meisten Dörfern Schulen. Der Entscheid der Regierung, am Kanti-Standort Wattwil festzuhalten, komme dem Wohnort- mar­keting zugute.

Den Erfolg des Toggenburger Auftritts in Zahlen zu messen, ist gemäss Daniel Blatter nicht möglich. Er weiss jedoch, dass aus Kontakten, die an der Immo-Messe geknüpft wurden, bereits mehrmals Grundbuchgeschäfte erfolgt sind. Wichtig sei für ihn, dass Käufer von Wohneigentum bei ihrem Kaufentscheid auch ans Toggenburg denken. Nicht zuletzt ist für Daniel Blatter auch wichtig, dass die Region geschlossen auftritt und Präsenz zeigt. Denn der an der Immo-Messe angeschlossene Teil für Bau und Renovation ziehe jedes Jahr auch Liegenschaftsbesitzer aus dem Toggenburg nach St. Gallen.

Die Immo-Messe Schweiz in St. Gallen findet vom Freitag, 24., bis Sonntag, 26. März, auf dem Olma-Gelände statt.