Immerhin ein Drittel gewonnen

Der Erstligist SC Herisau unterliegt auswärts gegen den Leader Chiasso mit 4:7-Toren. Bereits nach 18 Minuten lagen die Ausserrhoder 0:4 zurück.

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Eishockey. Altes Lied, neue Strophe: Der SC Herisau hat es auch in Chiasso nicht geschafft, über die gesamten 60 Minuten auf einem ansprechenden Niveau zu spielen. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Partien zog er die Schwächephase aber diesmal zu Beginn ein. Nach dem ersten Drittel lagen die Ausserrhoder bereits vorentscheidend mit 0:4-Toren zurück.

SCH-Trainer Roger Nater suchte nach der Schlusssirene nicht nach beschönigenden Worten: «Das war kein Hockey im ersten Drittel, das war eine Katastrophe.» Mit stümperhaften Fehlern hätten es seine Spieler den Tessinern einfach gemacht. Ausgenommen von der Kritik war Roger Fankhauser, der für den kranken Yves Hermann im Tor stand.

Vergebene Chancen

Roger Nater bemängelte zudem die erneut schlechte Chancenauswertung. «Wir hatten im ganzen Spiel mehr Möglichkeiten als der Gegner», sagte der Coach. Er erwähnte etwa die grosse Chance in der Schlussphase, als der SCH mit der Herausnahme des Torhüters alles auf eine Karte setzte. Das 5:6 hätte dem Gast noch mehr Auftrieb geben. Enttäuscht war er von den Leistungsträgern – mit Ausnahme des kämpferischen Hendry.

Lobend erwähnte er hingegen die zum Einsatz gekommenen Herisauer Nachwuchsspieler Yannick Widmer und die Brüder Timo und Marco Koller, «die ihre Aufgabe sehr gut lösten.»

Drei schnelle Gegentreffer

Die ersten drei Treffer fielen in schneller Folge. In der 5. Minute traf Isabella zum 1:0 für die Hausherren, in der 7. Minute baute Raimondi die Führung aus. Das 3:0 erzielte Dotti in der 10. Minute. Kurz vor Abschnittsende traf Aletti zum 4:0. Nach dem Wechsel und dem Weckruf in der Kabine steigerte sich der SCH.

Doch zunächst baute Aletti den Vorsprung aus (5:0).Der Anschlusstreffer gelang Rothen im Powerplay kurz vor Drittelsende. Mitte des letzten Abschnitts stellte Raimondi den alten Abstand (6:1) wieder her. Dann setzte der SCH zur Aufholjagd an: Zwischen der 54. und 58. Minute verkürzten Dolana, Hürlimann (erster Saisontreffer) und Vlk auf 6:4. Die Herisauer Niederlage gegen den Leader besiegelte Isabella mit dem 7. Treffer in der 60. Minute ins leere Tor.

Als kleinen Trost bezeichnete Roger Nater das letzte Drittel, welches der SCH für sich entscheiden konnte. Diesen Schwung gelte es mitzunehmen. Am kommenden Samstag treffen die Ausserrhoder auswärts auf den SC Weinfelden.

SCH auf Rang 11

In der Tabelle hat sich die Situation für den SC Herisau verschlechtert. Frauenfeld siegte überraschend in Arosa und zog an den Ausserrhodern vorbei. Diese sind nun Elfte. Der Vorsprung auf das Schlusslicht Wetzikon beträgt nur noch sechs Zähler.

Die Zürcher schlugen zu Hause Weinfelden 3:0. (apz)

HC Chiasso – SC Herisau 7:4 (4:0,1:1,2:3) Stadio Communale – 123 Zuschauer – Sr. Boverio, Cali/Grassi. Tore: 5. Isabella (Sartori, Bizzozero) 1:0. 7. Raimondi (Domenighetti, Medici) 2:0. 10. Dotti (Grisi, Celio) 3:0. 18. Aletti (Merlini, Celio) 4:0. 27. Aletti (Consoli, Grisi) 5:0. 40. Rothen (Diacon, Ausschluss Merlini) 5:1. 49. Raimondi 6:1 (Ausschluss Widmer). 54. Dolana (Rothen, Ausschluss Isabella) 6:2. 55. Hürlimann (Rothen, Diacon) 6:3. 58. Vlk (Hendry, Diacon, Ausschluss Diener und Isabella) 6:4. 60. (Isabella, Herisau ohne Torhüter). Herisau: Fankhauser; Schumacher, Engler; Diacon, Diener; Schuster, Homberger; Hürlimann, Vlk, Hendry; Butty, Steimer, Rothen; Mehli, Widmer, Dolana; T. Koller, M. Koller. Strafen: Chiasso 6mal 2 Minuten und 10-Minuten-Disziplinarstrafe (Consoli). Herisau 6mal 2 Minuten und 10-Minuten-Disziplinarstrafe (Schumacher). Bemerkungen: Herisau ohne Hermann (krank) sowie Zbinden und Bohlhalder (beide gesperrt). 58.23 Time-out Herisau.