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Im Wald das Arbeiten lernen

Jugendliche aus der Berufswahlklasse des Johanneums räumen Holzschläge auf und beigen Holz. Diese Tätigkeiten sind Schritte auf dem Weg in die Arbeitswelt.
Sabine Schmid
Rudolf Betschart (rechts) hilft den Jugendlichen, eine kleine Fichte zu setzen. (Bild: Sabine Schmid)

Rudolf Betschart (rechts) hilft den Jugendlichen, eine kleine Fichte zu setzen. (Bild: Sabine Schmid)

Den Übergang von der Schulzeit ins Berufsleben meistern nicht alle Jugendlichen gleich. Für einige ist es ungewohnt, einen ganzen Tag lang dieselbe Tätigkeit auszuüben. Dies mit nur gerade einer kurzen Pause am Vormittag und einer am Nachmittag. Hier setzt das Johanneum mit den Berufsfindungstagen an. Mehrmals im Monat haben die Jugendlichen die Möglichkeit, tageweise zu arbeiten. Einige dieser Tage verbringen sie in den internen Betrieben, an anderen stehen Tätigkeiten ausserhalb des Johanneums an. Beispielsweise für die Ortsgemeinde Stein und die Forstbetrieb Obertoggenburg AG (Foag). «Das Ziel ist es, dass die Jugendlichen, die bisher nur die Schule kannten, lernen zu arbeiten», sagt Sozialpädagoge Rudolf Betschart, der eine Gruppe Jugendliche bei den Waldarbeiten betreut.

Mit grosser Motivation bei der Arbeit

Seit rund zwei Jahren arbeitet das Johanneum für die Einsätze im Wald mit den Förstern Thomas Abderhalden und Reto Hürlimann zusammen – eine gute Sache für beide Seiten. «Für uns ist es schwierig, geeignete Arbeiten ausserhalb des Johanneums zu finden», sagt Rudolf Betschart. «Wir können die Jugendlichen für jene Arbeiten einsetzen, die wir mit unseren Mitarbeitern aus finanziellen Gründen nicht machen können», erklärt Thomas Abderhalden. «Dennoch», fügt Reto Hürlimann an, «müssen solche Arbeiten gemacht werden, denn sie kommen der Natur zugute und sind für den Wald und die Tiere förderlich.» Damit meinen die beiden Förster beispielsweise das Aufräumen nach einem Holzschlag. Die Jugendlichen sammeln zusammen mit Rudolf Betschart die Äste zusammen und beigen diese auf. Bereits nach wenigen Stunden sieht der Platz aufgeräumter aus. Nun können sie junge Fichten pflanzen. «Für die Jugendlichen ist es sehr wichtig, dass sie etwas Sinnvolles machen und dass sie auch das Resultat ihrer Arbeit sehen», sagt Rudolf Betschart. Auch die Förster sind zufrieden mit der Arbeitsleistung der Schüler des Johanneums. Sie seien sich für keine Arbeit zu schade und seien auch bei schlechtem Wetter motiviert bei der Arbeit. Aber, betont Thomas Abderhalden, wenn das Wetter allzu schlecht sei, würden sie eine Tätigkeit an einem geschützten Ort vorsehen. Für ihn und Reto Hürlimann sei es darum sehr vorteilhaft, dass die Arbeitseinteilung einfach organisiert sei und kurzfristig erfolge. Die öffentlichen Waldbesitzer, denen die Arbeit der Jugendlichen zugute kommt, leisten dafür eine kleine Entschädigung.

Den Jugendlichen ist anzusehen, dass ihnen die Arbeit gefällt. «Es ist motivierend, einen Sinn darin zu sehen», sagt Manuela. Das Arbeiten gefalle ihr, jedoch ziehe sie andere Tätigkeiten dem Wald vor. Yannick war schon mehrmals im Wald und mag es, draussen zu arbeiten. Er sieht seine berufliche Zukunft aber viel eher im Strassenbau oder als Maurer.

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