Im Startsatz auf Augenhöhe

Volley Toggenburg erreichte im Auswärtsspiel gegen Sagres Neuchâtel nur im ersten Satz das Niveau der vergangenen Spiele. So kam das Heimteam schliesslich zu einem klaren 3:1-Sieg.

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VOLLEYBALL. Sagres NUC hat sich auf diese Saison hin geschickt verstärkt: Eine zentrale Rolle im Gefüge der Neuenburgerinnen spielt dabei sicher die Spielführerin der Nationalmannschaft, Mandy Wigger. Die physisch starke Diagonalspielerin konnte vom Ligakonkurrenten Köniz abgeworben werden und übernimmt bei Neuenburg eine klare Leaderfunktion. Die zweite Schweizer Stammspielerin ist die ehemalige Internationale Boketsu in der Mitte. Neben diesen beiden starken Schweizerinnen kommen vor allem vier Ausländerinnen zum Zug: Am Pass zieht die Amerikanerin Lee bereits sehr geschickt die Fäden. Ihre Landsfrau Owens überzeugte auf der Aussenposition mit sehr variablem Angriffsspiel und einer enormen Sprunghöhe. Auf der zweiten Mitteposition ist die 192 cm grosse Kolumbianerin Zuleta ein sicherer Wert am Block. Daneben gibt die technisch sehr versierte Italienerin Lugli auf der zweiten Aussenposition dem Team die wichtige Stabilität. Mit diesem Kader kann Sagres NUC gut mit den Topteams mithalten. Ein klarer Sieg gegen Volley Toggenburg ist für dieses hochkarätig besetzte Team darum absolute Pflicht.

Überraschender Start

Doch Volley Toggenburg verstand sich in dieser vierten Spielrunde überhaupt nicht als Kanonenfutter. Im Gegenteil: Die Ostschweizerinnen starteten sehr konzentriert und setzten die Annahme des Heimteams mit starken Services unter Druck. Bis zum Stand von 20:19 war jeder Ausgang möglich. Dann konnte sich Toggenburg dank einer starken Service-Serie der Italienerin Passaseo mit 20:24 absetzen. Neuenburg kam zwar nochmals zurück ins Spiel und setzte die St. Gallerinnen mit 23:24 unter Druck. Doch Toggenburg liess sich diesen Startsatz nicht mehr nehmen und ging so überraschend in Führung. Leider konnten die Gäste das Niveau in der Folge aber nicht halten. Plötzlich passierten den Aussenseiterinnen viel zu viele Eigenfehler in sämtlichen Aktionen. Vor allem konnte die Annahme dem wachsenden Druck der Anspiele des Heimteams nicht mehr standhalten.

Immer wieder kam so Neuenburg zu einfachen Punkten. Wenn der Aufbau mal einigermassen klappte, scheiterten die Toggenburgerinnen meist am Monsterblock Wigger/Zuleta. So kippte das Spiel total auf die Seite der Favoritinnen. Toggenburg fand einfach nicht mehr ins Spiel und verlor so in der Folge die Sätze viel zu deutlich.

Wichtiges Heimspiel

Zeit zum Zweifeln bleibt den Wattwilerinnen aber keine. Bereits am kommenden Sonntag ist Sm'Aesch-Pfeffingen in der Rietsteinhalle zu Gast. Volley Toggenburg muss sich für dieses wichtige Spiel auf seine Stärken konzentrieren. Der schwache Auftritt nach dem gewonnenen Startsatz in Neuenburg muss abgehakt werden. Dass man auf diesem Niveau mithalten kann, haben die Wattwilerinnen mehr als einmal bewiesen. Vor allem zu Hause mit dem lautstarken Publikum im Rücken realisierte Volley Toggenburg in der Vergangenheit immer mal wieder eine grosse Überraschung. Einen solchen Exploit strebt Volley Toggenburg in diesem Spiel gegen Sm'Aesch-Pfeffingen an. (me)

Matchprotokoll: Sagres Neuchâtel UC – Volley Toggenburg 3:1 (23:25, 25:13, 25:15, 25:12) Volley Toggenburg: Aylin Baghdady, Leslie Betz, Kelcey Dunaway, Patricia Humbel, Anja Lutz, Nina Lutz, Giulia Passaseo, Aurelia Schmidlin, Marina Schneider, Stephanie Zielinski. Coach: Marcel Erni. Spieldauer: 86 Minuten 700 Zuschauer

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