Im Sog von Simon Ehammer: TV Teufen ist erfolgreichster Verein an den Schweizer Meisterschaften

Der Zehnkämpfer Simon Ehammer brilliert an den Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften in Langenthal. Auch seine Vereinskollegen des TV Teufen überzeugen. Die Mittelländer holen insgesamt vier Medaillen.

Hans Koller
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Cédric Deillon (links) sicherte sich den Titel in der Kategorie U16.

Cédric Deillon (links) sicherte sich den Titel in der Kategorie U16.

Bilder: PD

Der TV Teufen zeigte an den Schweizer Meisterschaften in Langenthal eine überragende Leistung. Er war mit zwei Gold- und zwei weiteren Podestplätzen der erfolgreichste Verein überhaupt. Diese Erfolge gründen in einer optimalen Zusammenarbeit zwischen dem Turnverein Teufen und der Sportlerschule Appenzellerland.

Überragender Simon Ehammer

Ein entfesselter Simon Ehammer gewann den Zehnkampf an den Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften in Langenthal mit sensationellen 8231 Punkten. Damit verbessert der 20-jährige Appenzeller seinen bisherigen Bestwert (8029) um 202 und den nationalen U23-Rekord von Beat Gähwiler (8089) um 142 Punkte.

In der Schweizer Allzeit-Bestenliste liegt er hinter Stephan Niklaus und Beat Gähwiler an 3. Stelle. Ausserdem darf er sich über die Jahres-Weltbestleistung freuen.

Cédric Deillon mit Meistertitel

Mit Cédric Deillon wächst ein weiteres Mehrkampftalent heran. Mit vier persönlichen Bestleistungen gewann der Athlet aus Speicher mit 400 Punkten den 6-Kampf in der Kategorie U16 mit ausgezeichneten 4627 Punkten. Die Basis zu seinem Erfolg legte er mit 14.32 sec über die Hürden. Im Anschluss verbesserte er sich im Weitsprung auf 6.42. Grosse Fortschritte setzte er in den Würfen um. Mit 14,32 m im Kugelstossen und 42,32 m Diskuswurf gehört er auch bei den Spezialisten zur nationalen Spitze. Eine weitere Bestleistung stellt er mit 2.53 min über 1000 m auf. Einzig im Hochsprung mit 1,68 kam er nicht ganz an seinen höchsten Sprung heran.

Mit Roman Frischknecht durfte in dieser Kategorie ein weiterer Teufner nationale Erfahrungen sammeln. Mit Platz 11 unter den 25 besten Schweizer Mehrkämpfern gelang ihm ein achtbares Ergebnis.

Silber für Andrin Huber

Fortschritte macht auch Andrin Huber, seit er im Teufner Mehrkampfteam trainiert. Mit 6469 Punkten gelang ihm eine persönliche Bestleistung, zum Titel fehlten rund 200 Punkte. Mit dieser Punktzahl hätte er problemlos die EM-Limite erfüllt. Seine höchste Punktzahl erreichte der Gossauer über die Hürden mit 15.43 sec. Hohe Werte holte er zu Beginn des Wettkampfes über 100 m, im Weitsprung und im Kugelstossen.

Antonia Gmünder steigert sich

Antonia Gmünder (links) erzielte erstmals mehr als 5000 Punkte. Sie holte damit Silber.

Antonia Gmünder (links) erzielte erstmals mehr als 5000 Punkte. Sie holte damit Silber.

Die U20-Athletin Antonia Gmünder zeigte ihren besten Wettkampf und steigerte sich gleich in 5 Disziplinen in ihrem 7-Kampf und übertraf erstmals die 5000er Marke. Mit 5018 Punkten gewann sie in starker Konkurrenz die Silbermedaille. Sie startete fulminant mit 14.34 sec über 100 m Hürden, im Hochsprung steigerte sie sich auf 1,60 m, ihre Fortschritte bestätigte sie im Kugelstossen mit 10,54 m, eine weitere hohe Punktzahl gelang ihr mit 25.20 sec über 200 m.

Nicole Höhener mit 4 persönlichen Bestleistungen

Eine Steigerung gelang bei den Frauen auch Nicole Höhener, mit 4728 Punkten erreichte sie den 12. Schlussrang. Mit 4 persönlichen Bestleistungen gelang ihr vor allem der 1. Wettkampftag überragend. 15.16 sec über die Hürden und 1,57 m im Hochsprung und 25.53 sec über 200 m holte sie die Basis zu ihrem Erfolg. Mit 5,66 m im Weitsprung landete sie schon lange nicht mehr so weit vorne.

Weiblicher Nachwuchs drängt nach vorne

Gleich 8 Athletinnen erhielten in den Kategorien U18 und U16 die Möglichkeit, sich mit den besten Mehrkämpferinnen zu messen. Bei den Älteren reihten sich die 3 Athletinnen in der ersten Ranglistenhälfte ein. Mit Steigerungen belegte Lea Ehammer Platz 15, Sarah Lauper reihte sich als 19. Ein und Lorena Lenzi kam auf Platz 24.

Bei den jüngeren zeigte Jana Lauper nach einer Verletzungspause eine aufsteigende Form und belegte Platz 12, Chiara Lenzi wurde 20., Jenice Koller belegte Platz 29, Amelia Widmer kam bei ihrem ersten Grossanlass auf Rang 59 und Tarja Zuberbühler belegte Platz 63.