Im Schulwesen ist vieles in Bewegung

Vor 100 Jahren

Merken
Drucken
Teilen

Vor 100 Jahren

11. September: St. Peterzell. Wie dem «St.Gall.Tagbl.» geschrieben wird, musste die auf letzten Sonntag zur Entgegennahme der Jahresrechnung einberufene katholische Schulgenossenversammlung unverrichteter Sache wieder abziehen, weil die Rechnungskommission in der Kriegsverwirrung die Jahresrechnung vergessen oder verloren hatte.

15. September: Lichtensteig. Die Wildpark-Kommission Lichtensteig, die bekanntlich das Wildgehege auf dem Köbelisberg unterhält, erlässt einen Appell an die Schuljugend, reife Rosskastanien (wilde Kastanien) und Eicheln zu sammeln, um diese als gern genommenes Winter-Beifutter für die Hirsche und Rehe zu verwenden.

Vor 50 Jahren

13. September: Wattwil. Ansprache von Gemeindammann W. Herrmann am Pressetag der Firma Heberlein & Co. AG. Wir haben zur Zeit 8560 Einwohner in unserer Gemeinde. Davon sind 1590, also etwas mehr als ein Fünftel, Ausländer (Saisonarbeiter 200, ohne Erwerb, d. h. Frauen und Kinder, 160, somit im Dauerarbeitsprozess ungefähr 1200 Ausländer). Von den etwas mehr als 4000 Erwerbstätigen in der Gemeinde arbeiten 1340 oder 33,5 Prozent in der Firma Heberlein. Von den total 1700 Arbeitern und Angestellten sind 684 Ausländer (davon sind 645 kontrollpflichtig) und 360 Personen der Belegschaft wohnen auswärts. Der Steuerertrag der natürlichen und juristischen Personen dieses Betriebes für die Politische Gemeinde, die Schulen und die Kirchen von Wattwil macht ungefähr 40 Prozent aus. Neben der Firma Heberlein sind das Unternehmen Schiess mit etwa 350 Arbeitskräften und einige kleinere Betriebe in unserer Gemeinde etabliert.

Vor 20 Jahren

14. September: Bütschwil. In der Heui an der Strasse zwischen Bütschwil und Libingen bauen die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) ein neues Unterwerk. Der anspruchsvolle dreigeschossige Betonbau soll im Herbst 1996 in Betrieb genommen werden. Laut Aussage von Architekt Heinz Schwendener befindet sich der Standort in der Heui an einem optimalen Standort. So konnte das Unterwerk in unmittelbarer Nähe der Hauptleitung Bazenheid–Wattwil gebaut werden. Dies bedeute eine optimale Distanz zu Bazenheid und Wattwil wie auch zum Verteilungsschwerpunkt des Raumes Bütschwil. Dadurch entfalle ein Leitungstrassee (Unterwerk-Hauptleitung), was zur Folge habe, dass Übertragungsverluste entfallen. Freileitungen oder Kabelrohrblöcke die Natur nicht belasten und die Kosten relativ gering seien werden.

Vor 10 Jahren

16. September: Wildhaus. Im Schulwesen ist vieles in Bewegung. Nach der Landsitzung beantwortete der Erziehungsrat im obersten Toggenburg Fragen der regionalen Schulbehörden. Beim Apéro kam Hedy Mérillat, Vizepräsidentin des Erziehungsrates auf einige Geschäfte zu sprechen. «Ab 2008 wird ab dem 3. Schuljahr Englisch unterrichtet», erklärt sie. Der Erziehungsrat bereinigte das Konzept für die entsprechende Lehrerbildung, sodass die fachliche Kompetenz sicher gestellt wird. Ebenfalls hat sich das Gremium mit der Qualitätssicherung in den Mittelschulen befasst. Schliesslich kam der Erziehungsrat auch auf ein aktuelles Thema, die Tagesstrukturen zu sprechen. Im Kanton St. Gallen läuft ein entsprechendes Versuchsprojekt, aus welchem am Ende des laufenden Schuljahres Resultate vorliegen.