Im Gedenken an die Atombombenangriffe

HEIDEN. Am Samstag und am nächsten Dienstag jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima sowie Nagasaki zum 71. Mal. Die beiden Ereignisse löschten zwei Städte aus und töteten über 200 000 Menschen.

Jesko Calderara
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Die Friedensglocke beim Henry-Dunant-Museum ist ein Geschenk der Universität Nagasaki. (Bild: apz)

Die Friedensglocke beim Henry-Dunant-Museum ist ein Geschenk der Universität Nagasaki. (Bild: apz)

HEIDEN. Am Samstag und am nächsten Dienstag jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima sowie Nagasaki zum 71. Mal. Die beiden Ereignisse löschten zwei Städte aus und töteten über 200 000 Menschen. Das japanische Rote Kreuz betreibt seit 1956 Spitäler in Hiroshima zur Behandlung von Opfern der Atombombe. In Nagasaki folgte dieser Schritt dreizehn Jahre später. Das Henry-Dunant-Museum in Heiden blickt an zwei Anlässen auf die Atomkatastrophen zurück.

Diskussion mit Regisseurin

Im Gedenken an Hiroshima erklingt am Samstag um 18 Uhr die Friedensglocke beim Henry-Dunant-Museum. Der Anlass wird durch die Vereine Dunant 2010plus und «Die Ärzte und Ärztinnen für soziale Verantwortung und zur Verhütung eines Atomkrieges» organisiert. In dessen Vorstand der Schweizer Sektion engagiert sich auch der Arzt Urs-Peter Fey aus Wolfhalden. Um 19.30 Uhr ist im Kino Rosental dann der Dokumentarfilm «Als die Sonne vom Himmel fiel» zu sehen. Die japanisch-schweizerische Regisseurin Aya Domenig zeichnet darin die Geschichte ihres Grossvaters nach, der im Krankenhaus von Hiroshima arbeitete, als die Atombombe fiel. Sie verknüpft diese mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Anschliessend besteht die Gelegenheit zu einer Diskussion mit der Filmemacherin.

«Peace Bell» wird läuten

Am kommenden Dienstag, 9. August, steht der Erinnerungsanlass zum Atombombenabwurf von Nagasaki auf dem Programm. Um 10.45 Uhr wird der Präsident des Henry-Dunant-Museums, Norbert Näf, die Veranstaltung eröffnen. Die Gedenkrede hält Atsuko Lampart-Fujii. Sie ist Präsidentin des Schweizerisch-Japanischen Kulturvereins Yamato. Für die musikalische Umrahmung sorgen die Violoncellisten Fabian Müller und Pi-Chin Chien. Zum Schluss läutet die «Peace Bell».

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