Im fünften Satz gescheitert

In der zweiten Playoff-Runde um den Auf-/Abstieg NLA-NLB verliert Volley Toggenburg gegen VBC Aadorf mit 2:3 (24:26, 16:25, 25:21, 25:16, 14:16). Somit fällt die Entscheidung am kommenden Wochenende im dritten Spiel.

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Volley Toggenburg konnte am Samstag die «Best of Three»-Serie gegen VBC Aadorf nicht entscheiden und muss am kommenden Wochenende zum letzten Spiel auswärts antreten. (Bild: Reinhard Kolb)

Volley Toggenburg konnte am Samstag die «Best of Three»-Serie gegen VBC Aadorf nicht entscheiden und muss am kommenden Wochenende zum letzten Spiel auswärts antreten. (Bild: Reinhard Kolb)

VOLLEYBALL. Volley Toggenburg konnte im zweiten Playoff-Spiel gegen Aadorf die gute Ausgangslage nicht nutzen und verlor in einer denkbar knappen Partie gegen den NLB-Meister mit 2:3 Sätzen. Jetzt ist in der ausgeglichenen Serie wieder alles offen. Toggenburg muss am kommenden Samstag den schwierigen Gang zur Finalissima nach Aadorf antreten.

Hart umkämpft

Am vergangenen Montag zeigte sich Volley Toggenburg im Hexenkessel von Matzingen noch sehr abgeklärt und gewann verdient das erste Spiel in der «Best-of-Three»-Serie. Doch bereits in den beiden ersten Sätzen deutete sich an, dass Aadorf mindestens auf Augenhöhe mithalten kann. In den entscheidenden Phasen agierten die Thurgauerinnen aber zu hektisch, so dass Toggenburg einen vermeintlich klaren Sieg einfahren konnte. Wie umkämpft die Serie aber ist, zeigte sich im Startsatz am Samstag. VBC Aadorf liess sich nicht abschütteln. Die Wattwilerinnen lagen zwar während des ganzen Satzes immer knapp in Front, doch auch ein 23:21-Vorsprung reichte nicht zum Satzgewinn. Nach 35 Minuten konnten die Thurgauerinnen ihren ersten Satzgewinn in der Auf-/Abstiegsrunde bejubeln. Das Heimteam steckte diesen ärgerlichen Satzverlust schlecht weg: Immer wieder passierten in der Folge zu leichte Fehler. Aadorf dagegen spielte wie aus einem Guss. Einmal in Fahrt gekommen, rollte der Thurgau-Express mit Vollgas Richtung zweiter Satzgewinn. Im zweiten Satz erreichte Volley Toggenburg nur gerade 16 Punkte.

Toggenburg gibt nicht auf

Nach der Pause entwickelte sich zuerst ein nervöses Spiel. Zunächst profitierte Aadorf von einigen Eigenfehlern von Volley Toggenburg. Vor allem im Aufbau schnitzerte das Heimteam immer wieder, so dass die Thurgauerinnen zu leichten Punkten kamen. Mit viel Kampf hielten die Wattwilerinnen in der Folge dagegen. Toggenburg konnte sich auffangen und gewann den dritten Satz überraschend mit 25:21 Punkten.

Im vierten Satz spielte nur noch das Heimteam. Mit druckvollen Services, schönen Blockpunkten und einer gut gestellten Verteidigung wurde Punkt für Punkt realisiert. So musste nach über zwei Stunden Spielzeit der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Das frenetische Aadorfer Publikum peitschte sein Team nochmals zu Höchstleistungen. Volley Toggenburg hatte zwar zum Seitenwechsel knapp die Nase vorn. Doch die Thurgauerinnen liessen sich wie im ersten Satz nicht abschütteln. In einem Herzschlagfinale zeigte Volley Toggenburg Nerven und gab den Satz in extremis mit 14:16 Punkten ab. VBC Aadorf schaffte so das wichtige Break.

Finalissima in einer Woche

Am kommenden Samstag muss sich nun zeigen, welches Team den letzten Platz in der NLA erobern kann. Im dritten Spiel wird die Entscheidung fallen. Offen ist, wie die Verantwortlichen von Aadorf den Grossaufmarsch der Zuschauer bewältigen wollen. Bereits am letzten Montag platzte die Kleinhalle in Matzingen aus allen Nähten. Die neue Turnhalle in Guntershausen, in der die Finalissima angesetzt ist, bietet aber noch weniger Platz. In der Einfach-Halle können höchstens 250 Zuschauer das Spiel verfolgen. Sicher muss sich Volley Toggenburg auf ein begeistertes Heimpublikum vorbereiten, das die Halle in einen Hexenkessel verwandeln wird. Aadorf will die Chance unbedingt packen und den Aufstieg in die NLA verwirklichen. (pd)

Matchprotokoll: Volley Toggenburg – VBC Aadorf 2:3 (24:26, 16:25, 25:21, 25:16, 14:16) Volley Toggenburg: Leslie Betz, Sabina Kleger, Vanya Varbanova, Anja Lutz, Nina Lutz, Miriam Reiser, Nora Terinieri, Marina Schneider, Stephanie Zielinski, Xiaohua Erni-Zhang, Patricia Humbel. Coach: Marcel Erni. VBC Aadorf: M. Tabunscic, N. Pantaleoni, S. Wäckerlin, A. Baghdady, R. Oswald, V. Caluori, J. Lengweiler, M. Widmer, M. Schindler, L. Samland, L. Haag, E. Stahl. Coach: Frieder Strohm. Spieldauer: 128 Minuten (35, 23, 27, 19, 14) Schiedsrichter: Christina Faye und Marcel Sieber Publikum: 350 Zuschauer

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