IG Pro Schule Dicken löst sich auf

Referendum zur Schulvereinbarung mit St. Peterzell ja oder nein – dies die Gretchenfrage der IG Pro Schule Dicken an die Bevölkerung von Dicken. Bereits seit einer Woche gehen die Dritt- bis Sechstklässler von Dicken nach St. Peterzell.

Katharina Rutz
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Hans-Jürg Bleiker führte durch den Informationsanlass der IG Pro Schule Dicken zur Schulvereinbarung mit St. Peterzell. Das Referendum wird nicht ergriffen. (Bild: kru)

Hans-Jürg Bleiker führte durch den Informationsanlass der IG Pro Schule Dicken zur Schulvereinbarung mit St. Peterzell. Das Referendum wird nicht ergriffen. (Bild: kru)

Dicken. Seit einer Woche gehen 16 Dickener Schulkinder der 3. bis 6. Klassen nach St. Peterzell in die Schule. Noch 20 Schülerinnen und Schüler werden vom Kindergarten bis in die zweite Klasse in Dicken beschult. Die entsprechende Schulvereinbarung zwischen den Primarschulgemeinden Dicken und St. Peterzell liegt bis zum 18. August in der Gemeindeverwaltung Neckertal auf. Wer genügend Unterschriften sammelt, könnte dagegen das fakultative Referendum ergreifen. Doch vorerst entschied sich die Dickener Bevölkerung dagegen.

IG Pro Schule Dicken

Die im Februar von den drei ehemaligen Schulräten Hans-Jürg Bleiker, Silvia Dätwyler und Paul Hess ins Leben gerufene IG Pro Schule Dicken rief am Freitagabend zur Informationsveranstaltung auf. Die Schulvereinbarung wurde dabei von den Anwesenden rund 20 Personen rege diskutiert. Der Schülertransport war der grösste Knackpunkt. Dabei insbesondere die Posthaltestelle Dicken.

Seit das ehemalige Postgebäude privaten Besitzern gehört, ist die Haltestelle in Richtung Dorfbrunnen verlegt worden. Für Kinder, die dort ein- und aussteigen oder am Brunnen spielen, könnte jedoch der Strassenverkehr gefährlich werden. Zudem fehlt auch eine Überdachung, die die Kinder vor Regen schützt. Ein Problem – «da unsere Kinder schliesslich den ganzen Tag in denselben Kleidern verbringen müssen», so ein Votant. Das Problem der Postautohaltestelle Dicken will gemäss Andrea Perks die Gemeinde nun lösen.

Die Kosten der Fremdbeschulung von 10 000 Franken pro Schüler und Schuljahr gaben keinen Anlass zu Diskussionen. Da beide Schulgemeinden in der Gemeinde Neckertal liegen, kommt ohnehin dieselbe Behörde für die Kosten auf.

Kein Referendum

Mit einer Mehrheit an Nein-Stimmen, bei vielen Enthaltungen, lehnten die Anwesenden ab, das Referendum gegen die Schulvereinbarung zu ergreifen. Im Zuge löst sich die IG Pro Schule Dicken wieder auf.

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