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IG will für besseres Zusammenleben in Bühler kämpfen

Die IG Konstruktiv in Bühler hat sich im Vorfeld der Gesamterneuerungswahlen von diesem Sonntag für eine Auswahl an Kandidierenden eingesetzt. Mit Erfolg. Doch was macht sie nach den Wahlen?
Astrid Zysset
Die Gründungsmitglieder der IG Konstruktiv. In der Mitte mit pinkem Shirt: Daniel Veser. (Bild: PD)

Die Gründungsmitglieder der IG Konstruktiv. In der Mitte mit pinkem Shirt: Daniel Veser. (Bild: PD)

Sie hat frischen Wind in die politische Lage in der Gemeinde Bühler gebracht; die Ende Januar gegründete Interessensgemeinschaft (IG) Konstruktiv hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung zu mobilisieren. Mobilisieren, um sich aktiv ins Dorfleben einzubringen.

Die in den vergangenen Jahren spärliche Auswahl an Kandidierenden für ein politisches Amt bewog die zirka 40 Mitglieder, sich zu formieren und dagegen etwas zu unternehmen. Aktiv hatte sie verschiedene Personen angefragt, sich an den kommenden Gesamterneuerungswahlen um ein Amt zu bewerben. Ergebnis: Es gibt Kampfwahlen ums Gemeindepräsidium wie auch solche um einen Sitz im Gemeinderat. Ein grosser Erfolg für die IG? Mitbegründer Daniel Veser zeigt sich bescheiden: «Dass diese Ausgangslage der alleinige Verdienst der IG ist, bezweifle ich. Aber sie hat sicherlich ihren Teil dazu beigetragen.»

Auch wenn im Ursprung politische Ambitionen auszumachen sind, versteht sich die IG heute als Plattform zum Ideenaustausch. Anregungen aus allen Bereichen des Zusammenlebens werden aufgenommen.

Über 100 Wünsche gingen bislang ein

Vor rund zwei Wochen wurde die Bevölkerung an einem Samstagmorgen zu einem sogenannten Grillgespräch geladen. Anlässlich dieses Beisammenseins konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche aufschreiben. Gemäss Veser wurden rund 100 gezählt. Die reichten von der Anschaffung eines Schulbuses über die Einführung eines Tempo-30-Limits auf der Ortsdurchfahrt bis hin zu einem Strick- und Kreativtreff für Jung und Alt. «Etwa ein Drittel betrifft den Themenbereich Kultur und Gesellschaft. Viele weitere beinhalten Anliegen bezüglich Sport, Freizeit. Und nur wenige sind politischer Natur», fasst Veser zusammen. In den kommenden Wochen werde die IG eine Auslegeordnung machen. Dann soll eruiert werden, wie vorgegangen wird, um die Wünsche zu konkretisieren.

Klar sei heute aber bereits: Auch wenn die IG einst im Hinblick auf die Gesamterneuerungswahlen gegründet wurde, wird sie auch nachher bestehen bleiben. Der Dialog mit der Bevölkerung werde weitergeführt. So ist angedacht, zusätzliche Veranstaltungen ähnlich des Grillgesprächs zu organisieren. «Bestehende Strukturen gilt es aufzubrechen. Das dauert. Die Menschen müssen sich erst daran gewöhnen, dass es nun eine Plattform gibt, über welche sie gehört werden», so Veser.

Einsetzen für eine Amtszeitbeschränkung

Bei der Gründung der IG gab jene bekannt, dass sie sich – abgesehen von einer ausgewogenen Auswahl an Kandidierenden – auch für eine Amtszeitbeschränkung einsetzen möchte. Sie ist überzeugt, dass nur auf diese Weise, durch eine stete Fluktuation, auch wirklich eine Erneuerung und Entwicklung in der Gemeinde stattfinden könne. Doch wie will sie dieses Anliegen umsetzen? «Es gibt verschiedene politische Mittel, die wir ergreifen können», so Veser. Doch welches die Mitglieder in Betracht ziehen wollen, ist noch offen. In Bälde kommt die revidierte Gemeindeordnung zur Abstimmung. Dass die IG diese in ihrem Sinne beeinflussen kann, bezweifelt Veser. Das wäre zu kurzfristig. «Aber wir werden unsere Anliegen verfolgen und sie umsetzen. Wie, wird sich noch zeigen.»

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