«Ideales Dach für eine Solaranlage»

In Rehetobel hat der Verein Solardorf seine vierte Solaranlage in Betrieb genommen. Damit kommt die Gemeinde dem Ziel der Nachhaltigkeit wieder etwas näher. Die im Dorf produzierte Menge Solarstrom soll bis 2020 noch massiv wachsen.

Ueli Abt
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Seit kurzem ist die vierte Solaranlage des Vereins Solardorf Rehetobel in Betrieb. Mit 30 Kilowattpeak (kWp) ist sie die bisher grösste. (Bild: ua)

Seit kurzem ist die vierte Solaranlage des Vereins Solardorf Rehetobel in Betrieb. Mit 30 Kilowattpeak (kWp) ist sie die bisher grösste. (Bild: ua)

REHETOBEL. 23 Grad Neigung, ausgerichtet nach Süd-Südost: Damit eigne sich das Dach der neuen Zimmerei Zähner praktisch ideal für die Produktion von Solarstrom, sagte Christian Eisenhut vom Verein Solardorf Rehetobel bei der gestrigen formellen Einweihung der Solaranlage. «Es wäre jammerschade, wenn man dieses Dach nicht genutzt hätte.»

Bei grauem Himmel produktiv

Auch wenn gestern die Sonne selten schien, auch an Tagen wie diesen produzieren Solarzellen Strom – zehn Prozent der maximalen Leistung können es gemäss Eisenhut auch bei bedecktem Himmel sein. Das vierte in Betrieb genommene Solardach des Vereins ist mit 30 Kilowattpeak Leistung das bisher grösste und soll jährlich 30 000 Kilowattstunden produzieren.

Seit sich Rehetobel vor über drei Jahren ein neues Leitbild gab, ist die alternative Energieproduktion in der Gemeinde ein Thema. An der Umsetzung ist massgeblich der Verein Solardorf Rehetobel beteiligt – Solaranlagen entstanden mittlerweile aber auch aus privater Initiative.

Ziel: Zehnmal mehr bis 2020

Derzeit werden in Rehetobel jährlich rund 320 Megawattstunden Solarstrom produziert, was 4,5 Prozent des Gemeinde-Strombedarfes entspricht – ein Prozent sind es im Schnitt im gesamten Kanton.

Nach den Plänen des Vereins soll die produzierte Menge bis 2020 auf jährlich 1150 Megawattstunden (MWh) ansteigen. Längerfristig werden 3000 MWh angestrebt, was dann rund 50 Prozent des Verbrauchs entsprechen würde – sofern der Konsum von heute 7000 auf künftig 5500 MWh sinken würde. Der Rest des Bedarfs könnte dereinst aus nachhaltiger Produktion dazugekauft werden.

www.solardorf-rehetobel.ch

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