«Ich will auf der Piste mithelfen»

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Rutscher Skifahren ist ein grosses Hobby des Mosnangers René Bamert. An 50 bis 60 Tagen im Winter, so schätzt er, ist er auf der Piste unterwegs – überall auf der Welt. «Beim Zuschauen an der Ski-WM vor zwei Jahren in den USA habe ich mich entschlossen, im 2017 in St. Moritz mitzuhelfen», erzählt René Bamert. Zurück in der Schweiz, hat er sich bei den Voluntari angemeldet. Mehrere Male half er seither im Engadin bei Skirennen mit, jeweils als Rutscher auf der Piste. «Nach jedem Fahrer beseitigen wir den losen Schnee, indem wir die Piste hinabrutschen», erklärt er seine Aufgabe. Rund 20 Sekunden Zeit haben er und seine Kollegen, die im selben Team eingeteilt sind, für eine bestimmte Strecke. Dann müssen sie an einem vorgeschriebenen Ort warten, bis der nächste Fahrer vorbei ist und dann geht die Arbeit weiter. Immer schön im Hintergrund, abseits von den Fernsehkameras. «Wenn wir im Ziel sind, fahren wir mit dem Lift wieder hinauf und beginnen von Neuem.» Die Rutscher sind an einem Renntag mit die ersten, die auf der Piste sind. «Zuerst können die Fahrer und die Trainer die Strecke besichtigen. Die muss anschliessend gerutscht werden, und zwar nicht nur auf der Ideallinie», erklärt René Bamert. Ihm ist es lieber, bei den Speedrennen zu rutschen, denn dort haben sie mehr Zeit für ihre Aufgabe. Er hofft, dass es bei den Rennen keine Niederschläge gibt, das würde seine Arbeit erleichtern. An der Ski-WM in St. Moritz wird er bei allen Rennen der Damen eingesetzt, vielleicht sogar bei den Qualifikationen für die technischen Disziplinen, die in Zuoz ausgetragen werden. «Es ist cool, als Volunteer ein Teil der ganzen Ski-WM zu sein», freut sich René Bamert, der für seinen Einsatz zwei Wochen Ferien opfert. (sas)