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Innerrhoder Landwirtschaftskenner zieht es nach St.Gallen

17 Jahre lang engagierte sich Bruno Inauen für die Landwirtschaft im Kanton. Nun zieht es ihn nach St. Gallen, wo er die Leitung des Landwirtschaftsamtes übernimmt.
Martin Brunner
Bruno Inauen arbeitet noch bis Anfang Oktober fürs Land- und Forstwirtschaftsdepartement AI. (Bild: MB)

Bruno Inauen arbeitet noch bis Anfang Oktober fürs Land- und Forstwirtschaftsdepartement AI. (Bild: MB)

Wenn es um die Innerrhoder Landwirtschaft geht, so gehört Bruno Inauen zu jenen Personen, die diesen Bereich bis in alle Einzelheiten kennen. Ob im Bodenrecht, bei den Direktzahlungen, bei Nachfolgeregelungen oder vielem anderen, mit seinem Fachwissen konnte er während seiner 17 Jahre im Amt viele Bauernfamilien beraten und unterstützen sowie die Landwirtschaft allgemein weiterbringen. «Von den heute rund 400 Bauernbetrieben in Appenzell Innerrhoden lernte ich in dieser Zeit praktisch alle auf irgendeine Art kennen», erzählt er.

«Diese Kontakte machten meine Arbeit besonders spannend und abwechslungsreich.»

Es ist der Gesamtpakt seines Amtes, das den Innerrhoder immer wieder begeisterte. «Vor allem die Vielseitigkeit packte mich jeden Tag», sagt er. «Im Vordergrund standen dabei die Betriebsberatungen mit den direkten Kontakten zu den Bauernfamilien. Zu erleben, was aus lange zurückliegenden Gesprächen gewachsen ist, fand ich bereichernd.» So erlebte er immer wieder, in welche Richtung sich ein Betrieb nach seinen Beratungen entwickelte. Auf der anderen Seite schätzte er aber auch die Entwicklung von Projekten und Konzepten, die Kontakte zur Politik, die Einsätze an Viehschauen, die Schlachtviehmärkte, die Alpwirtschaft, das Bodenrecht und all die anderen Aufgaben, die zum Amt gehören.

17 Jahre im Amt

Bruno Inauen schloss das Studium als Agronom ab und arbeitete danach beim Bauernverband Appenzell. Es folgten zwei Jahre bei einer Versicherung, bevor er am 1. Oktober 2001 die Beraterstelle beim Landwirtschaftsamt AI und seit 2013 zusätzlich das Sekretariat des ganzen Land- und Forstwirtschaftsdepartementes übernahm.

«Faktisch aber war ich schon als Berater im Landwirtschaftsamt für fast alle landwirtschaftlichen Belange zuständig», erklärt er. 2013 mit der neuen Aufgabe als Departementssekretär wurden die Aufgaben umfangreicher. «Ohne mein Team und dem vorgesetzten Regierungsrat wäre ich der Aufgabe nicht gewachsen gewesen», sagt Inauen. Noch bis Anfang Oktober wird er im Landwirtschaftsamt anzutreffen sein, bevor er auf Reisen geht. (mb)

Feingefühl bei schwierigen Entscheiden

Bruno Inauen profitierte in den 17 Jahren oft von seinem Wissen über seinen Heimatkanton. Er schätzte die Nähe zu den Menschen und die Vertrautheit mit seinem Arbeitsgebiet. «Daraus ergaben sich immer wieder Vorteile für meine Arbeit», sagt er. «Da ich viele Hintergründe kenne, konnte ich oft entsprechend reagieren.» Er erwähnt aber auch, dass gerade wegen dieser Nähe ab und zu viel Feingefühl nötig gewesen sei, vor allem bei schwierigen Entscheiden. «Besonders gefreut hat mich, dass bei allem der gegenseitige Respekt immer grossgeschrieben war.» Das merkte er auch, als klar wurde, dass er ab dem 1. Dezember das Landwirtschaftsamt St. Gallen leiten wird. Seither erfuhr er eine grosse Wertschätzung für seine geleistete Arbeit.

«Besonders schmerzlich wird der Abschied von meinem Team sein. Wir konnten uns aufeinander verlassen und harmonierten bestens.»

Warum also ein Wechsel in eine andere Position, vor allem wenn die Motivation immer noch stimmt? «Obwohl in unserem Kanton noch spannende Projekte anstehen, ist der Zeitpunkt gekommen, um mit meinen bald 50 Jahren nochmals etwas Neues zu wagen», sagt Inauen. «Dabei ist mir bewusst, dass ich in St. Gallen mit 70 Mitarbeitenden viel mehr Führungsarbeit leisten werde, also viel weniger Kontakt zu den Bauernfamilien haben werde.» Aber genau diese Herausforderung einer vollkommen neuen Aufgabe will Inauen annehmen.

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