«Ich lebe in der Gegenwart»

Nachgefragt

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Morgen um 10.03 Uhr wird Daniela Merz aus Herisau bei der SRF Radiosendung «Persönlich» zu Gast sein. Daniela Merz kennt man als ehemalige Gemeinderätin. Im Vorfeld spricht die 45-Jährige über ihr vielfältiges Engagement als Geschäftsführerin der Dock-Gruppe AG sowie im Musikverein und der Kinderbetreuung.

Sie werden zusammen mit Sportmoderator Matthias Hüppi auftreten. Kennen Sie ihn bereits?

Persönlich hatte ich noch nie mit Matthias Hüppi zu tun. Ich kenne ihn nur aus dem Fernsehen. Dort ist er mir sehr sympathisch. Er wirkt immer fröhlich, ich mag aufgestellte Menschen.

Was bedeutet die Teilnahme an der Sendung für Sie?

Dass ich an Pfingsten zu Hause bleiben muss. Nein, ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich solche Sachen nicht wahnsinnig gerne mache. Aber wenn alle Nein sagen, wäre Radio nicht mehr interessant. Die Sendung höre ich gerne. Sie zeigt die menschlichen Seiten einer Person. Deshalb habe ich mich auch entschieden mitzumachen.

Und wie ist es dazu gekommen?

Das war nichts Spezielles. Ich bekam eine E-Mail, genau wie ich sie von Ihnen für dieses Interview auch bekommen habe.

Erzählen Sie etwas über Ihren Alltag und Ihr soziales Engagement.

Ich habe wenig Alltag. Mein Arbeitsleben ist extrem abwechslungsreich, oft auch hektisch, aber immer sehr spannend. Neben meinem Job bei der Dock-Gruppe bin ich unter anderem in der Kinderbetreuung und im Musikverein Herisau tätig. Diese Tätigkeiten geben mir Inputs aus anderen Perspektiven und ich kann umgekehrt aus meinen Erfahrungen auch etwas zurück­geben.

Was macht die Dock-Gruppe AG?

Wir bieten Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose. Unser Ziel ist es, möglichst wirtschaftlich zu arbeiten und somit vom Staat ­unabhängig zu sein. Vorwiegend Industriekonzerne, welche die Produktion ins Ausland verlegen wollen, können die Arbeit über uns verrichten lassen. Das sind Dinge, bei denen wir niemandem eine Arbeitsstelle wegnehmen.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor?

Daran denke ich nicht. Je höhere Erwartungen man hat, desto eher wird man enttäuscht. Ich lebe in der Gegenwart. (ele)