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«Ich habe noch Visionen»

Stadtpräsident Alex Brühwiler tritt am 25. September bei den Erneuerungswahlen wieder an. Auch nach vier Legislaturen hat der 60jährige parteilose Politiker noch Freude an seiner vielschichtigen Arbeit.
Daniel Wirth
Das Rathaus ist seit 16 Jahren der Arbeitsort von Alex Brühwiler. (Bild: Urs Bucher)

Das Rathaus ist seit 16 Jahren der Arbeitsort von Alex Brühwiler. (Bild: Urs Bucher)

Herr Brühwiler, ärgert Sie, wenn Sie als Sesselkleber bezeichnet werden?

Alex Brühwiler: Nein, das ärgert mich nicht. Alle vier Jahre steht das Feld für Interessierte offen und alle vier Jahre haben vor allem die Stimmberechtigten die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, ob sie bisherige Amtsinhaber wieder wählen wollen. Und entscheidend ist nicht die Dauer, die einer im Amt ist, sondern die Arbeit, die er leistet.

Was macht Ihnen Freude an Ihrer Arbeit, die Sie seit 2000 ausüben?

Brühwiler: Ich habe eine sehr anspruchsvolle Arbeit. Es ist zwar nicht so, dass jeder Tag ganz anders aussieht als der andere, doch meine Arbeit ist von den Themen her sehr vielschichtig. Das gefällt mir und das liegt mir.

Haben Sie nach vier Legislaturen als Stadtpräsident noch Visionen?

Brühwiler: Ja, die gibt es. Mit dem Stadtentwicklungskonzept stehen wir gerade mitten in einem Prozess, in dem wir partizipativ mit interessierten Kreisen aus der Bevölkerung an der Zukunft Gossaus arbeiten. 2002 haben wir im Stadtrat Entwicklungsziele formuliert. Heute machen wir das anders, heute binden wir die Bevölkerung ein, wenn es darum geht, wie sich Gossau entwickeln soll.

Der Masterplan Sportanlagen ist ebenfalls ein visionäres Projekt. Es wird heute mit Investitionen von ungefähr 60 Millionen Franken gerechnet für den Bau neuer Sportanlagen. Das Stimmvolk entscheidet in der nächsten Legislatur darüber. Wie will der Stadtpräsident diese grosse Sache durchbringen?

Brühwiler: Ich gehe davon aus, dass die städtische Abstimmung im Jahr 2018 stattfinden wird. Die genauen Kosten der neuen Sportanlagen und die Details des Planungsprozesses und des Abstimmungsverfahrens sind noch nicht fixiert. Aber es wird auf jeden Fall eine grosse Herausforderung, das Stimmvolk zu einem Ja zu bewegen. Denn der Stadtrat muss auch diejenigen von der Wichtigkeit dieser für die Stadt Gossau grossen Investition überzeugen, die nicht sportbegeistert sind. Es braucht breitere Kreise für ein Ja.

Der Tiefpunkt in der laufenden Legislatur war das sogenannte Solar-Debakel, für das es eine Rüge des Kantons gegeben hat. Ist diese Angelegenheit erledigt für die Stadt?

Brühwiler: Die Fehler, die wir bei diesem Projekt machten, haben wir erkannt und die Lehren daraus gezogen. Aus politischer Sicht ist die Angelegenheit für die Stadt Gossau abgeschlossen.

Das Stadtparlament hat einen Durchgangsplatz für Fahrende abgelehnt. Dank einer Initiative der SP kommt das Geschäft nun vor das Volk. Wie lautet Ihre ganz persönliche Abstimmungsempfehlung?

Brühwiler: Ich empfehle ein klares Ja. Selbst würde ich zwar nicht leben wollen wie Fahrende. Doch ich bin überzeugt: Es ist wichtig, Andersdenkende und Anderslebende zu akzeptieren.

Die geplante Vereinigung zwischen den beiden Gemeinden Gossau und Andwil ist vor knapp zwei Wochen bachab geschickt worden. Wie stehen Sie zu einem Zusammenschluss der zwei Städte St. Gallen und Gossau?

Brühwiler: Ich vertrete die gleiche Meinung wie die anderen Präsidenten und Mitglieder der Behörden der Gemeinden und Städte rund um die Kantonshauptstadt St. Gallen. Gegenwärtig ist eine Politik der Kooperation angesagt und keine Politik der Fusion.

Alex Brühwiler Stadtpräsident von Gossau (Bild: Ralph Ribi)

Alex Brühwiler Stadtpräsident von Gossau (Bild: Ralph Ribi)

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