«Ich bin für Samstag bereit»

Nachgefragt

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Am Wochenende findet der Gigathlon Switzerland 2017 statt. Dieses Mal befindet sich die Route im Kanton Zürich. Der Herisauer Michael Stern nimmt seit Jahren am Gigathlon teil. Er freut sich auf den sportlichen Grossevent und ist motiviert, wieder alles zu geben.

Michael Stern, was leisten Sportler an einem Gigathlon?

Der Gigathlon ist ein Multisportwettkampf mit fünf Disziplinen pro Tag. Man kann als Einzelperson, als Paar oder im Fünferteam teilnehmen. Ich bin Teilnehmer in der Einzelkategorie. Es gibt pro Tag zwei Laufstrecken, à circa 12 und 18 Kilometer. Drei Kilometer werden geschwommen, mit dem Rennvelo je circa 80 Kilometer gefahren und in der Bike­kategorie ist man 57 Kilometer unterwegs.

Warum nehmen Sie immer wieder am Gigathlon teil?

Der Gigathlon ist der einzige Wettkampf, nebst dem Auffahrtslauf, an dem ich jedes Jahr wieder teilnehme. Es ist speziell, zwei Tage lang unterwegs zu sein und Vollgas zu geben. Neben der Open-Air-Stimmung fasziniert mich das so an diesem Wettkampf. Ausserdem ist er jedes Jahr in einer anderen Region, so lernt man immer neue Gegenden und Ortschaften der Schweiz kennen.

Wie haben Sie sich auf den Wettbewerb vorbereitet? Haben Sie die Strecke besichtigt?

Den Plan der Stecke kenne ich natürlich. Aber ich lasse mich lieber überraschen, ich kenne die Strecke nicht. Da es meine Leidenschaft ist, trainiere ich das ganze Jahr. Nach der Anmeldung, so ab Dezember, wird das Training immer intensiver. Am Dienstag habe ich aufgehört, für den Wettkampf zu trainieren, und bin für morgen bereit. Ausserdem unterstützen mich meine Frau und mein Sohn während des ganzen Wettkampfes. Sie machen einen undankbaren Job und verbringen einen grossen Teil des Wochenendes mit auf mich zu warten. Wenn ich bei ihnen vorbeikomme, bieten sie mir einen Stuhl, trockene Kleidung, etwas zu trinken und zu essen an. Ohne sie würde ich den Wettkampf nicht schaffen.

Was ist Ihr Ziel am Gigathlon?

An erster Stelle steht für mich, dass ich es geniessen kann und ich im Ziel ankomme. Letztes Jahr habe ich es leider nicht geschafft. Deshalb habe ich mir für dieses Jahr einen Plan gemacht, wie ich meine Kräfte am besten einteile. Diesen Plan versuche ich dann auch einzuhalten, was nicht immer einfach sein wird. Das ist bei einem solchen Wettkampf am wichtigsten. Mehr Druck mache ich mir deswegen aber nicht. (sle)