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«Ich bete jeden Abend im Bett» - WAM zu Gast beim Gespräch an der Kanzel in Teufen

Kein Theaterpublikum, sondern Gottesdienstbesucher hatte Schauspieler Walter Andreas Müller am Sonntagmorgen in der katholischen Kirche Teufen vor sich. Im Gespräch mit dem Diakon Stefan Staub zeigte er seine tiefsinnige Seite.
Roger Fuchs
Walter Andreas Müller äussert sich beim Gespräch an der Kanzel mit Diakon Stefan Staub auch zu seiner Religiosität. (Bild: Roger Fuchs)

Walter Andreas Müller äussert sich beim Gespräch an der Kanzel mit Diakon Stefan Staub auch zu seiner Religiosität. (Bild: Roger Fuchs)

Walter Andreas Müller alias WAM ist bekannt dafür, Menschen zum Lachen zu bringen. Doch der Schauspieler, der aktuell im Musical «Hello, Dolly!» am Theater St. Gallen die Rolle des Horace Vandergelderd spielt, ist privat ein Mensch, der manch eine Lebenshürde überwinden musste. Dies zeigte sich am Sonntag beim Gespräch an der Kanzel von Diakon Stefan Staub in der katholischen Kirche Teufen. Unter anderem erzählte WAM aus seiner Kindheit. Er, der früh seine Mutter verlor, sei als Einzelkind aufgewachsen. Von daher habe ihn eine gewisse Einsamkeit geprägt. Doch er habe gelernt, damit umzugehen.

Vor neun Jahren musste er miterleben, wie schnell sich das Leben um 180 Grad drehen kann. Sein Partner erlitt einen Schlaganfall und ist seither auf vielfältige Hilfe von Walter Andreas Müller angewiesen. Auf Reisen könne er jeweils Kraft tanken, sagte WAM auf die Frage von Stefan Staub, ob die vielen Reisen eine Flucht seien. Auch die Tatsache, dass er trotz seines Erfolgs nie in einem Schweizer Kinofilm mitmachen durfte, lässt ihn manchmal Reissaus nehmen. Warum kein Angebot kam, wisse er nicht. Ansonsten jedoch war das Glück auf seiner Seite. Walter Andreas Müller:

«Grundsätzlich bin ich ein dankbarer und glücklicher Mensch»

Das Glück sei ihm buchstäblich in den Schoss gefallen. Stets habe eins das andere ergeben und dies bis zum heutigen Tag. Keinesfalls sieht er sich als Star. Zwar habe er die Schauspielerei lernen müssen, es sei aber auch ein Geschenk, dass er das entsprechende Talent mit auf den Weg bekommen habe.

Angst vor Gebrechen

Angst vor dem Sterben hat der heute 73-Jährige nicht, Angst vor Gebrechen und einer allfälligen Pflegebedürftigkeit hingegen schon. In ihm lebt denn auch die Hoffnung, dass es nach dem Tod weitergeht. «Egal, wie naiv dies ist», so Walter Andreas Müller, der überdies festhielt, ein gläubiger Mensch zu sein. «Ich bete jeden Abend im Bett.» Eine gewisse Gottergebenheit ist es denn auch, die der evangelische Christ den Anwesenden mitgab. «Wir sollten uns immer bewusst sein, dass es ein Geschenk ist, hier auf dieser Welt sein zu dürfen.»

Nebst aller Tiefgründigkeit fehlte dann aber auch der Spass beim gestrigen Gespräch an der Kanzel nicht. Und so führte Walter Andreas Müller mit seiner bekannten Globistimme hinein in das neue Dialekt-Hörspiel «Globis Abenteuer in Rom». Beim Rollschuhfahren soll er den Papst treffen. In der Nacht sind sie dann sogar gemeinsam auf Rollschuhen im Vatikan unterwegs. «Eine super Idee», kommentierte Stefan Staub spontan.

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